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Norddeutsche Rundschau

07. Dezember 2016 | 19:29 Uhr

Mit Ausdauer durch 25 Jahre

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Jubiläum für Gleichstellungsbeauftragte Karin Lewandowski – sie war eine der Ersten im Land

25 Jahre im öffentlichen Dienst – „eine tolle Zahl“, stellte Bürgermeister Andreas Koeppen fest. Und es ist dieser Tage nicht das einzige Jubiläum für die Gleichstellungsbeauftragte Karin Lewandowski: Vor kurzem feierte sie Silberhochzeit. Gute Vorlage für Koeppen: „Würden Sie den öffentlichen Dienst wieder heiraten?“ Da musste die 54-Jährige nicht überlegen: „Die Arbeit, die ich mache, ist gut, sie passt zu mir.“ Der Job entwickele sich mit den gesellschaftlichen Veränderungen.

Karin Lewandowski war eine der ersten hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten im Land, als diese per Gesetz für bestimmte Kommunen eingeführt wurden. Für diese Aufgabe brauche es viel Selbstbewusstsein, dicke Bretter müssten gebohrt werden, sagte Bürgervorsteher Heinz Köhnke und lobte: „Sie sind eine Frau mit Ausdauer.“

Themen wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind ein Dauerbrenner, Gewalt leider auch. Das aber verlagere sich ein wenig, sagte die Gleichstellungsbeauftragte: Sei früher die häusliche Gewalt im Zentrum gewesen, gehe es heute mehr um Belästigung, Stalking oder Gemeinheiten im Internet. Das ziehe sich durch alle Schichten, den Weg zu ihr fänden die Betroffenen durch Hinweise anderer oder über die Internetseite der Gleichstellungsbeauftragten.

Ein anderer Schwerpunkt der Arbeit sind Flüchtlinge und deren Integration. Köhnke würdigte besonders das Engagement der Jubilarin für die Interkulturelle Woche. Bildung in diesem Bereich war ein Kernthema, als die gelernte Sozialpädagogin Karin Lewandowski berufsbegleitend zusätzlich Erziehungswissenschaften studierte. Doch sie interessierte sich auch speziell für Personalentwicklung. Nicht immer sei die Zusammenarbeit im Rathaus gut gelaufen, jetzt schon, sagt die Gleichstellungsbeauftragte. Unter den rund 350 Beschäftigten gebe es viele Teilzeitkräfte, sagte die Personalratsvorsitzende Astrid Thie. „Da ist die Handschrift erkennbar.“ Und Hauptamtsleiter Frank-Dieter Simon ergänzte: „Wir haben immer mehr Frauen in Führungspositionen – es wächst.“ In Stellenanzeigen bezeichne sich die Stadt als familienfreundlichen Arbeitgeber, sagte Karin Lewandowski: „Wir können das sagen, ohne rot zu werden.“

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erstellt am 04.Aug.2016 | 05:00 Uhr

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