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Norddeutsche Rundschau

07. Dezember 2016 | 09:45 Uhr

Verkehrspolitik : Minister gibt grünes Licht für Schnellbus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Jetzt ist es amtlich: Die Verbindung zwischen Itzehoe und Brunsbüttel soll noch in diesem Jahr starten. In der Region herrscht große Erleichterung.

Für viele war es klar. Doch immer wieder gab es Pessimisten, die nicht daran glauben wollten. Jetzt ist es amtlich: „An der Westküste soll künftig ein Schnellbus zwischen Itzehoe und Brunsbüttel verkehren“, hieß es gestern in einer Erklärung von Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD). Er berichtete über das jährliche 30-Millionen-Plus für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Schleswig-Holstein. In der Region stieß die Ankündigung durchweg auf ein positives Echo.

„Die Einrichtung einer Schnellbuslinie Itzehoe-Brunsbüttel ist ein attraktives Angebot an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Itzehoe und Umgebung, die in Brunsbüttel arbeiten, auf den ÖPNV umzusteigen. Denn mit der Buslinie wird eine bessere Anbindung der Kreisstadt an das Industriegebiet der Westküste erreicht“, sagt Birgit Herdejürgen, SPD-Landtagsabgeordnete.

Große Erleichterung auch bei Oliver Kumbartzky: „Endlich kommt Brunsbüttel im wahrsten Sinne des Wortes zum Zug. Die Anstrengungen, die insbesondere von den Akteuren aus Dithmarschen in den letzten Jahren beim Werben um eine bessere Anbindung an die Bahn vorgenommen worden sind, haben sich gelohnt“, sagt der FDP-Landtagsabgeordnete, der auch Mitglied im verkehrspolitischen Beirat von Nah.SH ist. Es sei schon ein Erfolg gewesen, dass der Schnellbus ein Teil der Ausschreibung des Bahnnetzes West war. Nun sei auch die Finanzierung geklärt. „Wer die Musik bestellt, zahlt auch – deswegen ist hier ganz klar das Land gefordert“, fordert Kumbartzky.

Auch in der Wirtschaft kommt die aktuelle Entwicklung an. „Der Schnellbus ist gutes Signal für die Ausbildungsstandorte Brunsbüttel und Itzehoe. Er wird die Anreise der vielen unmotorisierten jungen Menschen aus der Region zu ihrem Ausbildungsbetrieben erleichtern“, sagt Ken Blöcker, Geschäftsführer des Unternehmensverbands Unterelbe-Westküste.

Ende vergangenen Jahres war bereits eine Verbindung zwischen dem Anleger der Cuxhavenfähre und Haltestellen im Brunsbütteler Stadtgebiet eingerichtet. Diese Busverbindung dient als Vorlaufbetrieb für den Schnellbus, der ab Dezember zwischen Brunsbüttel und Itzehoe verkehren soll. Geplant sind bisher die Endpunkte Cuxhavenfähre in Brunsbüttel sowie der Itzehoer Bahnhof. Diese Verbindung ist eine Art Schienenersatzverkehr, da die Bahnstrecke zwischen den Städten seit vielen Jahren nicht mehr von Personenzügen genutzt wird.

Das ist dann auch der einzige Wermutstropfen, wenn es nach dem ÖPNV-Zweckverband des Kreises Steinburg geht. Dieser unterstützt zwar die Einrichtung der Schnellbuslinie, stellt aber klar: „Die Reaktivierung des Bahnverkehrs auf der Strecke Brunsbüttel-Wilster bleibt weiterhin ein erklärtes Ziel.“

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erstellt am 16.Jul.2016 | 04:51 Uhr

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