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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 23:30 Uhr

Immobilienpreise : Metropolregion: Häuser in Itzehoe besonders günstig

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Preise für Eigentumswohnungen sind in Itzehoe entgegen dem allgemeinen Trend sogar gefallen. Auf dem heimischen Markt sind überwiegend ältere Immobilien.

Häuser und Wohnungen sind in Itzehoe so günstig wie in kaum einer anderen Stadt in Schleswig-Holstein, das geht aus den Zahlen des Immobilienatlases der Landesbausparkasse (LBS) hervor, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden (wir berichteten). Untersucht wurden Städte mit über 20 000 Einwohnern.

So kosten Eigentumswohnungen in der Kreisstadt im Durchschnitt nur 964 Euro pro Quadratmeter, günstiger sind sie nur in Rendsburg (901) Euro, während Käufer im Hamburger Umland locker das Doppelte hinlegen müssen. Stiegen die Preise im bundesweiten Trend deutlich an (siehe auch Bericht auf der Wirtschaftsseite), so gingen sie in Itzehoe um 5,6 Prozent zurück.

Ähnlich günstig sind Ein- und Zweifamilienhäuser in der Kreisstadt. 1201 Euro kostet der Quadratmeter laut LBS-Studie im Durchschnitt. Damit bildet Itzehoe in der Metropolregion Hamburg das Schlusslicht bei den Immobilienpreisen. Spitzenreiter ist Wedel (2774 Euro).

Laut Hauke Heesch, Immobilien-Vermittler bei der Sparkasse Westholstein, sind die Erkenntnisse nicht überraschend: „Je weiter man sich von Hamburg entfernt, desto günstiger sind die Immobilien.“ Für die Region gewissermaßen ein Standortvorteil: „Wir werden zwar nicht überrannt, dennoch finden immer wieder Käufer aus Hamburg oder dem Speckgürtel den Weg nach Steinburg.“

Trotzdem sieht es laut Heesch auf dem heimischen Immoblien-Markt nicht gerade rosig aus: Überwiegend ältere Häuser und Wohnungen stünden zum Verkauf. Außerdem habe sich das Angebot in den letzten ein bis zwei Jahren verknappt. Immer mehr Hauseigentümer würden vor einem Verkauf zurückschrecken.

Heesch’ Einschätzung nach werden die Immobilien in Itzehoe auch in Zukunft von größeren Preissteigerungen verschont bleiben: „Wenn das Zinsniveau so bleibt, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Preise überproportional steigen.“

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erstellt am 19.Okt.2016 | 05:27 Uhr

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