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Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 07:00 Uhr

Schulanfang : Mehr Lehrer für Steinburgs Schulen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Unterrichtsversorgung hat sich verbessert / Zahl der Abc-Schützen hat sich gegenüber 2015 kaum verändert

Eine gleich bleibende Anzahl von Schülern – dafür aber mehr Lehrer. „In allen Steinburger Schulstandorten kann Montag der Unterricht mit einer guten Lehrerversorgung beginnen“, sagt Schulrat Arnold Rehder, zuständig für Grundschulen und die Sekundarstufe eins. Für das neue Schuljahr gebe es im Sekundarbereich eins 20 zusätzliche Planstellen. Und fast alle Stellen konnten - auch gegen den Landestrend – besetzt werden, freut sich Rehder. Die Planstellen verteilen sich auf insgesamt 775 Lehrer.

Danach sah es im April noch nicht aus. Damals gab es noch 62 freie Stellen und Rehder befürchtete, bis Schuljahresbeginn nicht alle besetzen zu können. Doch seine Sorge war letztendlich unnötig. „Durch viel Kreativität und Anstrengungen der Schulen, des Schulamtes und des Ministeriums ist es gelungen, 57 Stellen zu besetzen.“ Und bis Montag, so hofft der Schulrat, könnten noch zwei weitere Lehrer eingestellt werden. Zwangsabordnungen, um Lehrerunterversorgung an Schulen auszugleichen, müsse es deshalb im Kreis Steinburg nicht geben. „Dies hatte ich im April so nicht erwartet.“

Alle hätten dazu beigetragen, dass es besser als erwartet gelaufen sei. Bausteine seien unter anderem 35 Verbeamtungen – so viel wie bisher insgesamt nicht in der Amtszeit von Arnold Rehder – sowie Stundenaufstockungen bei 37 Lehrern gewesen. Rehder hofft jetzt, im kommenden Schuljahr von einer „Krankheitswelle“ verschont zu bleiben, „dann können wir alle Vertretungsfälle hinbekommen und annähernd eine 100-prozentige Unterrichtsversorgung gewährleisten“.

Mehr Lehrer treffen am Montag auf eine fast identische Schülerzahl. Neu an Grundschulen werden 1136 Abc-Schützen sein, dies sind 16 weniger als im Vorjahr. Leicht gestiegen ist die Zahl der Grundschüler insgesamt, und zwar um 152 auf jetzt 4646. Den Anstieg führt Rehder vor allem auf die Zuwanderung zurück. An den Steinburger Gemeinschaftsschulen gibt es ab Schuljahr 2016/’17 532 neue Fünftklässler, das sind 38 weniger als im Vorjahr angemeldet wurden. In der Sekundarstufe werden damit 3846 Schüler unterrichtet, 45 weniger als 2015. Die Gesamtzahl der Schüler beträgt 8492 – das sind 92 mehr als im Vorjahr.

Hinzu kommen die Schüler der Steinburger Gymnasien, die direkt dem Kultusministerium und nicht dem Steinburger Schulamt unterstellt sind. Angemeldet wurden dort 484 Fünftklässler nach 478 im Jahr zuvor.

Arnold Rehder geht davon aus, dass in absehbarer Zeit keine Schulen im Kreis geschlossen werden oder fusionieren müssen, „alle können die Mindestgrößenverordnung einhalten“. Positive Nachrichten auch im Bereich Schulleiter – alle vakanten Stellen seien besetzt oder es gebe Bewerber auf Ausschreibungen. Auch für Herzhorn-Kollmar, wo sich auf vorangegangene Ausschreibungen niemand gemeldet hatte, seien Interessenten vorhanden. Bewerbungen gebe es darüber hinaus für die Grundschule Glückstadt sowie die Grund- und Gemeinschaftsschule Schenefeld, Münsterdorf sei besetzt. „Wir sind hier auf einem richtig guten Weg.“

Veränderungen für das neue Schuljahr wird es nur wenige geben. Neu ist eine so genannte Übergangskonferenz für Entlass-Schüler mit erhöhtem Beratungsbedarf. Damit sollen die Chancen dieser Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt erhöht werden.

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erstellt am 02.Sep.2016 | 12:00 Uhr

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