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Norddeutsche Rundschau

23. März 2017 | 01:26 Uhr

Wirtschaft : Mehr als 1400 Jobs im Innovationspark

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Technologieraum in Itzehoe-Edendorf wächst kontinuierlich weiter. Diverse neue Vorhaben sind in Planung.

Regelmäßig wird gezählt: Wie viele Mitarbeiter haben die Firmen im Edendorfer Innovationspark? Im Jahr 2011 war die Zahl 1000 erreicht. Zum Ende des Jahres 2016 wurden die Daten wieder erhoben durch das Innovationszentrum Izet. Ergebnis: „Wir haben die 1400er-Marke geknackt“, sagt Izet-Geschäftsführer Ralf Thiericke. Die Innovations- und Technologie-Orientierung trage immer mehr Früchte. „Der Standort hat mittlerweile wesentliche Bedeutung für Itzehoe und Steinburg.“

Und er wachse kontinuierlich trotz der Probleme, die zwischendurch aufträten. „Aktuell gibt es eine ganze Reihe Bauvorhaben in Planung und in Konkretisierung“, sagt Thiericke. Eng wird dabei mit der städtischen Wirtschaftsförderung zusammengearbeitet – nur konkrete Aussagen seien noch nicht möglich. Das Interesse am Standort sei groß, „wir haben noch nie so viele Anfragen gehabt“. Es werde eng im Technologiepark, rund 14 Hektar Gewerbefläche stünden noch zur Verfügung, um die sich mehrere Interessen „rangeln“, wie der Izet-Geschäftsführer sagt. Deshalb unterstützt er vehement die Bestrebungen in der Region, neue Grundstücke für Unternehmen zur Verfügung zu stellen: „Wir müssen dringend etwas tun.“

Getan hat sich auch im vergangenen Jahr viel. Froh ist Thiericke, dass der Energiespeicher-Hersteller Liacon in Itzehoe gehalten werden konnte, nun ansässig auf dem Gelände des China Logistic Center an der Gasstraße. Die neue Luftzerlegungsanlage beim Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie Isit und ein Anbau der Firma Vishay sind weitere Beispiele. Der Tag der offenen Tür zum 20-jährigen Bestehen des Innovationsparks lockte 1500 Besucher an. Auch die Tatsache, dass zuletzt Westküstenbeirat und Regionalkonferenz in dem Gebiet tagten, belegt für Thiericke: „Hier ist mittlerweile der Technologie-Standort in Schleswig-Holstein.“

Dort gebe es ständig offene Stellen, allerdings meist mit sehr speziellen Anforderungen. Umso mehr freut sich der Geschäftsführer, dass die Fachhochschule Kiel als neuer Gesellschafter beim Izet eingestiegen ist: „Eine Riesen-Bereicherung.“ Viele Projekte wie die Firmenkontakttage in der FH liefen bereits, das bringe viel Nutzen für die Unternehmen der Region. Das Izet selbst war und ist randvoll, die Ausbaureserven sind ausgeschöpft. 35 Firmen belegen die Büroflächen und Hallen, im vergangenen Jahr gab es nur jeweils drei Aus- und Einzüge. „So wenig wie noch nie“, sagt Thiericke – kein Wunder, wenn keine Räume zur Verfügung stehen. Niemand sei nach Hause geschickt, Interessenten seien aber durchaus vertröstet worden. Das große Ziel der Entlastung durch das Innovatorium in direkter Nachbarschaft kommt allerdings schlecht voran: „Wir tun uns mit der Finanzierung schwer.“

Dafür hat das achtköpfige Team im Izet deutlich mehr zu tun mit Beratung und Coaching – „weil fast alle Firmen hier wachsen“, unterstreicht Thiericke. Deshalb und wegen der geplanten Projekte verschiedener Unternehmen könne die Mitarbeiter-Zahl im Innovationspark eigentlich nur einen Weg nehmen: nach oben.

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erstellt am 06.Mär.2017 | 04:45 Uhr

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