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Norddeutsche Rundschau

30. März 2017 | 18:51 Uhr

Hafen : Maßarbeit am Segelmast

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nach Renovierung ist der Plattbodensegler „Albertha“ bald wieder seetüchtig. Am 10. März verlässt das Schiff Glückstadt.

In einer spektakulären Aktion bekam der historische Plattbodensegler „Albertha“ Mast, Fock-, Groß-, Gaffel- und Klüverbaum sowie die Seitenschwerter zurück. Es war Präzisionsarbeit, die die Männer der Kran-Firma Kühl aus Elmshorn, Eigner Dick Kroes und Carsten Ebmeier von der Firma Seapack zusammen mit zahlreichen Freunden leisteten. Die Aktion dauerte acht Stunden vom Verladen in Uetersen bis zum Aufstellen in Glückstadt.

Vor sieben Wochen spielte sich die Szenerie in umgekehrter Reihenfolge ab. Zu dem Zeitpunkt – am 12. Januar – wurden die überholungsbedürftigen Teile der „Albertha“ nach Uetersen transportiert. Dort – in der großen Halle bei der Firma Seapack Verpackung und Transport GmbH – fand Dick Kroes ideale Bedingungen, um die Einzelteile der „Albertha“ seetauglich aufzuarbeiten. Inhaber Carsten Ebmeier, er ist Glückstädter, hatte spontan Hilfe zugesagt, als er im Herbst von den Renovierungsarbeiten erfuhr. Ebenso hilfreich war die Uetersener Maschinenfabrik, die alle relevanten Metallteile überholte beziehungsweise neu anfertigte.

Jetzt wurden die Teile wieder nach Glückstadt geschafft. Trotz vieler Kreisel kam der Schwertransport gut über die Straßen. In Glückstadt hatte das Ordnungsamt die Sperrung des betroffenen Hafengebiets angeordnet. „Ich muss den Verantwortlichen für diese Genehmigungen meinen Dank aussprechen“, sagte Schiffseigner Dick Kroes. Dann kam es zur Präzisionsarbeit. Mehr als zwei Stunden vergingen, ehe der 22 Meter lange und 1,8 Tonnen schwere Mast wieder fest in seiner Verankerung saß. Mit filigraner Fingerspitzentechnik bewegte Kranführer Gottlieb Spengler an seinen Joysticks die enorme, aber auch fragile Masse. Eine respektable Leistung. „Ist ja alles Routine“, sagte der erfahrene Mann. Mit dem Aufstellen des Mastes war es allein nicht getan, auch die einzelnen „Bäume“ und Seitenschwerter mussten mit gleicher Präzision wieder installiert werden. „Wir alle sind ganz schön geschafft. Gut, dass solche Aktionen nur etwa alle zehn Jahre anstehen. Aber es hat alles super geklappt“, sagte Dick Kroes nach der harten Arbeit. In den nächsten Tagen sind noch einige Nacharbeiten erforderlich, ehe die „Albertha“ wieder so richtig in See stechen kann. Am Freitag, 10. März, verlässt das Schiff Glückstadt zur einwöchigen „Early-Bird-Tour“ nach Groningen. Dort in den Niederlanden wird der Traditionssegler noch einmal in der Werft auf Herz und Nieren untersucht. Diese Tour ist schon ausgebucht.


>Wer aber ab 31. März beim „Wettertörn“ mitsegeln möchte oder vielleicht später in der Ostsee, kann sich bei Dick Kroes (Telefon 0171/6714276) oder auf www.dealbertha.de anmelden. 24 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder finden Platz auf dem Traditionssegler mit seinem jetzigen Heimathafen Glückstadt.





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