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Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 01:34 Uhr

Kirchenwahl : Lutheraner wählen neue Gemeinderäte

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

10 bis 15 Prozent Wahlbeteiligung im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf erwartet. Ergebnisse liegen Anfang Dezember vor

„Wir sind zufrieden mit dem Verlauf der Wahl und der Beteiligung. Wir hatten konstant Zulauf, wenn auch auf niedrigem Niveau“, zog Ole Greßmann, Mitglied im Wahlvorstand der Itzehoer Innenstadtgemeinde, gestern am späten Nachmittag ein vorläufiges Fazit. Rund 6300 Wahlberechtigte hat Innenstadtgemeinde. „Wir hoffen, dass wir wie bei der letzten Wahl eine Beteiligung von 10 Prozent erreichen“, so Greßmann.

Fast zwei Millionen Wahlberechtigte waren bei der gestrigen Kirchenwahl aufgerufen, in den über 1000 Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland neue Kirchengemeinderäte zu wählen. Auch im gesamten Kreis Steinburg hatten gestern die kirchlichen Wahllokale geöffnet. „Wir sind mit dem Verlauf der Wahl sehr zufrieden“, sagte Thomas Pomarius, Wahlbeauftragter im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf. „Die ehrenamtlichen Wahlhelfer haben tolle Arbeit geleistet.“ Pomarius erwartete gestern kurz nach der Schließung der Wahllokale eine Beteiligung zwischen 10 und 15 Prozent der rund 88  000 Wahlberechtigten. „Uns wurden aus einigen Dörfern aber auch schon von Quoten von über 30 Prozent gemeldet.“

Im Gemeindehaus neben der St. Laurentii-Kirche war vor allem am Vormittag nach dem Gottesdienst Schlange stehen angesagt. „Viele Gemeindemitglieder sind gleich im Anschluss wählen gegangen“, berichtet Wahlhelferin Elke Kähler. „Und die Kirche war voll.“ Im morgendlichen Gottesdienst hatte die Innenstadtgemeinde ihre ehrenamtlichen Helfer geehrt und im Anschluss ein gemütliches Beisammensein veranstaltet. Erfreulich war laut Ole Greßmann die relativ gute Beteiligung junger Wähler. Erstmals war für die Kirchenwahl das Wahlalter auf 14 Jahre gesenkt worden. „Die jungen Wähler waren gut vertreten. Wir haben dafür geworben, aber es zeigt sich auch, dass die Jugendlichen eine Bindung zur Gemeinde haben“, so Greßmann. „Ich finde es gut, dass wir uns einbringen können“, sagt die 14-jährige Charlotte Haltermann nach dem Wahlgang.

Wählerin Gerhild Kolboom begrüßte, dass auch auf dem Wahlzettel nicht nur „Grauköpfe“ zu finden waren. „Es ist gut und wichtig, dass sich auch jüngere Leute zur Wahl stellen und sich einbringen“, so die Itzehoerin. Mit den Kandidaten in ihrer Gemeinde sei sie zufrieden. Für Wählerin Christine Wefelnberg stehen bei der Kirchenwahl nicht die Personen im Mittelpunkt, sondern die Unterstützung der Institution Kirche. „Sie spielt eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft und deshalb ist mir persönlich auch die Teilnahme an der Wahl wichtig.“

Ergebnisse der Wahl wurden gestern – anders als beispielsweise bei Kommunalwahlen – noch nicht veröffentlicht. „Am Wahltag wird zwar ausgezählt. Die Ergebnisse müssen aber noch durch den alten Gemeinderat bestätigt werden“, erklärt Ole Greßmann. Dies wird im Laufe der kommenden Woche passieren. Die endgültigen Ergebnisse werden dann Anfang Dezember vorliegen.

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erstellt am 28.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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