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Norddeutsche Rundschau

25. Juni 2016 | 21:38 Uhr

Tourismus : Lieblingsplatz an den Schleusen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Aktion der Metropolregion soll Tagestourismus aufwerten. Wettbewerb in Brunsbüttel: Einwohner können ihre schönsten Ecken am Wasser vorstellen.

Rund 5 Millionen Menschen leben mittlerweile in der Metropolregion Hamburg. Die unternehmen jährlich insgesamt 68 Millionen Tagesausflüge – überwiegend in die Region. Und damit auch nach Brunsbüttel. Ein lohnender Wirtschaftsfaktor, denn statistisch gesehen lässt jeder dieser Tagestouristen am Zielort 40 Euro. Mit der Aktion „99 Lieblingsplätze am Wasser“ will die Metropolregion dieses Freizeitverhalten stärken. Einer dieser Plätze ist seit gestern offiziell an den Brunsbütteler Schleusen beim Schiffsradar. Vorgeschlagen hat diesen Punkt Oliver Kumbartzky in seiner Eigenschaft als Wattkampfleiter der Wattolümpiade.

„In Dithmarschen gibt es viele schöne Punkte am Wasser“, so Kumbartzky. Etwa die Naturbadestelle in Wesselburen, das Nordseeheilbad Büsum mit der neugestalteten Lagune, den Meldorfer Speicherkoog oder auch den Trischendamm in Friedrichskoog. Die Schleusenmeile habe er sich nicht einfach nur ausgeguckt, weil er Brunsbütteler sei. „Hier kommen jedes Jahr viele Tausend Gäste her“, so Kumbartzky.

Der Bogen zur Wattolümpiade, die am 6. Juli zum zehnten Mal am Elbdeich vor Soesmenhusen ausgetragen wird, ist für ihn schnell geschlagen. Denn auch dies sei eine typische Veranstaltung für Tagesausflügler – zudem familienfreundlich auf einen Sonntag gelegt.

Und auch hier wird sich in diesem Jahr die Metropolregion Hamburg einbringen. Denn sie unterstützt den Weltrekordversuch, mehr als 280 „Wattengel“ in den Elbschlick malen zu lassen (wir berichteten). Nicht nur die über 400 Wattleten sind aufgefordert, sich vor den Spielen in den Modder zu stürzen, sondern mindestens auch 99 Menschen aus der Metropolregion zwischen Lüneburg, Heide und Wismar. Die ersten 99 bekommen ein spezielles T-Shirt, eine Urkunde und das grüne Unterstützerarmband der Aktion Stark gegen Krebs. Kumbartzkys Ziel: „Wir wollen den Vorjahresrekord aus St. Peter Ording pulverisieren.“ Damals entstanden 280 Wattengel. Gelinge dies in Brunsbüttel,so der Wattkampfleiter, gehe jeder Teilnehmer mit dem schönen Gefühl nach Hause, Weltrekordhalter zu sein.

Für die Metropolregion sei die aktuelle Kampagne noch nicht erschöpft, betont Marion Köhler, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. Denn nach den ersten 99 ausgewählten Tippgebern ist nun die Bevölkerung aufgerufen, ihre Lieblingsplätze am Wasser vorzuschlagen. Die Gewinner erwarten regionale Preise.

Brunsbüttels Stadtmanager Torsten Lange sieht die Zusammenarbeit innerhalb der Metropolregion aber nicht nur im Tourismus. Der Bildungssektor gehört für ihn ebenso dazu wie die wirtschaftliche Kooperation. Ein Beispiel dafür ist die Gemeinschaft der Unterelbehäfen, die sich in einem Boot mit Hamburg positionieren statt sich im Wettbewerb mit der Hansestadt zu verlieren. Lange: „Eines Tages sprechen wir von den Ports of Hamburg.“ Eine Dachmarke, die auch der Geschäftsführer der Hafenkooperation, Frank Schnabel, längst favorisiert.


>Anmeldungen für den Weltrekordversuch der Wattengel bei Monja Thiessen von Dithmarschen-Tourismus: thiessen@echt-dithmarschen.de

 

 

 

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erstellt am 18.Jun.2014 | 17:16 Uhr

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