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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 01:22 Uhr

A 23 : Letzte Hindernisse beseitigt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zehn Jahre lang wurde die Autobahn 23 in Itzehoe vierspurig ausgebaut – ab heute soll auf dem 7,5 Kilometer langen Teilstück freie Fahrt herrschen.

Es sind die letzten Handgriffe, die die Mitarbeiter einer niedersächsischen Firma gestern auf der Autobahn 23 ausführen: Absperrungen entfernen, Leitschwellen aufnehmen, Schilder abbauen – und der Mittelstreifen muss noch einmal gefegt werden. Ab heute Nachmittag soll dann endgültig freie Fahrt zwischen den Anschlussstellen Itzehoe-Nord und Itzehoe-Süd herrschen. Lediglich eine Mini-Baustelle auf dem Seitenstreifen bei der Anschlussstelle Mitte bleibt noch für einige Tage bestehen.

Symbolisch hatte Verkehrsminister Reinhard Meyer schon im Juni das neue 7,5 Kilometer lange Autobahnteilstück eingeweiht und damit das Projekt „Lückenschluss Itzehoe“ für beendet erklärt. Gut zehn Jahre lang war gearbeitet worden, um die bisher dreispurige Bundesstraße 5 zur vierspurigen Autobahn auszubauen. Rund 158 Millionen Euro hat der Bund investiert, davon allein rund 79 Millionen für den Abriss der alten Störbrücke von 1967 und den Bau zweier neuer Querungen über den Fluss.

Insgesamt wurde etwa ein Drittel mehr ausgegeben als anfänglich veranschlagt. „In der ersten Kostenkalkulation von 2005 haben wir mit 102 Millionen Euro gerechnet“, sagt Kai-Uwe Schacht, Leiter der Itzehoer Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau. Angesichts der üblichen Preissteigerungen und des deutlich teurer gewordenen Stahls sei der Anstieg aber „in einem vertretbaren Rahmen“.

Auch mit der Dauer der Arbeiten ist Schacht zufrieden. „Ursprünglich wollten wir Ende 2014 fertig werden.“ Allerdings habe eine Klage bei der Auftragsvergabe zu Verzögerungen geführt. Auch das sei bei einem solchen Großprojekt normal. „Gefreut hat uns außerdem, dass wir keine gravierenden Bauunfälle hatten und alle Arbeiten gut über die Bühne gegangen sind“, so Schacht.

Wenn der Verkehr nun auf allen vier Spuren – ohne Geschwindigkeitsbegrenzung – rollt, wird das neue Teilstück gleich voller Belastung ausgesetzt. Laut der jüngsten Verkehrszählung aus dem Jahr 2010 passieren täglich rund 34  000 Fahrzeuge die A 23 in Itzehoe. Mit größeren Sperrungen müssen die Fahrer laut Landesbetrieb vorerst nicht mehr rechnen. In den nächsten Wochen könne es lediglich noch zu leichten Behinderungen kommen, wenn letzte Restarbeiten ausgeführt und beispielsweise die verbleibenden gelben Bundesstraßen-Schilder endgültig gegen die blauen Autobahn-Tafeln getauscht werden.


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erstellt am 08.Jul.2016 | 12:54 Uhr

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