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Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 05:33 Uhr

Leichter in die Ausbildung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Klosterhofschule schließt offizielle Kooperationsvereinbarungen mit drei Unternehmen – weitere sollen in Zukunft folgen

Axel Formeseyn kennt die Aufgabe genau: „Wir müssen dahin kommen, dass die Schüler nach der 9. oder 10. Klasse reif für die Ausbildung sind.“ Er ist Beauftragter für Berufsorientierung an der Gemeinschaftsschule Klosterhofschule – und diese schließt jetzt, wie andere Schulen in der Stadt, offizielle Kooperationsvereinbarungen mit Unternehmen. Die ersten Partner sind Holcim, die Bäckerei Balzer und das Cläre-Schmidt-Senioren-Centrum (CSSC) der DRK-Schwesternschaft.

Kontakte und die Möglichkeit für Praktika gab es längst, jetzt wird die Zusammenarbeit weiter intensiviert. Einerseits gehe es darum, Schülern bei der Berufsorientierung zu helfen, andererseits sollten Firmen geeigneten Nachwuchs finden, sagt Mareike Petersen, Fachberaterin Schule-Betrieb bei der Industrie- und Handelskammer. Ganz wichtig sei dabei eine Botschaft für die Schüler: „Die Ausbildung ist nicht das Ende.“ Werde sie bestanden, gebe es den mittleren Schulabschluss gleich dazu, danach existierten viele Möglichkeiten für Weiterbildung und Aufstieg. „Wenn die wirklich was wollen und fit sind, ist alles möglich“, sagt Firmenchef Olaf Balzer. „Im Pflegebereich stehen einem nach einer Ausbildung vielfältige Möglichkeiten offen“, sagt auch Ines Kröhnke-Clausen, Leiterin des CSSC. Sie selbst habe ihre Laufbahn auch mit einer Ausbildung zur Krankenschwester begonnen.

Die Gemeinschaftsschule habe sich fest etabliert, „sie ist längst keine Sackgasse mehr“, betont Gerd Freiwald, Leiter der Klosterhofschule. Angestrebt werde ein fließender Übergang in die Ausbildung, sagt Formeseyn. „Die Schüler müssen wissen, was sie in der Berufswelt erwartet.“ Praktika und Betriebsbesichtigungen sind dafür eines der Mittel, die Unternehmen kommen aber auch in den Unterricht oder informieren bei Elternabenden. Für die Bäckerei sei solche Zusammenarbeit ein „absoluter Mehrwert“, sagt Alexandra Werner, bei Balzer für die Ausbildung zuständig. Und sie unterstreicht: „Wir gucken nicht als Erstes auf das Zeugnis.“ Ines Kröhnke-Clausen verfolgt ebenfalls ganz praktische Ziele: „Wir brauchen geeigneten Nachwuchs und glauben, dass wir so besser mit Jugendlichen in Kontakt kommen.“ Und von gemeinsamen Aktionen könnten auch die Bewohner des CSSC profitieren.

Die Kooperationen sind Teil des Projektes „Fachberatung Schule-Betrieb“ der IHK und der Handwerkskammer Schleswig Holstein. Auch die Vereinbarung mit dem Holcim-Werk in Lägerdorf funktioniert nach demselben Muster. Die Schüler bekämen Informationen aus erster Hand, die Unternehmen können sie frühzeitig kennenlernen, erklärt Wolfgang Kock, bei Holcim Personalleiter für den Norden. Die Klosterhofschule strebt weitere Partnerschaften an, sagt Formeseyn. Denn: „Wir wollen möglichst viele Schüler in Ausbildung bekommen.“

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erstellt am 18.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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