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Norddeutsche Rundschau

25. April 2017 | 18:17 Uhr

DLRG : Lebensretter wollen fusionieren

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Glückstädter Ortsgruppe wird durch den Zusammenschluss mit Kremper Team noch schlagkräftiger.

„400 Jahre – 400 Mitglieder“. Eine Vision, die DRLG-Vorsitzender Henryk Hoppe schon einige Zeit verfolgt. Der Glückstädter DLRG-Ortsverein hat aktuell 283. Und es werden mehr, denn einstimmig beschlossen die Glückstädter Lebensretter in ihrer jüngsten Hauptversammlung eine Fusion mit dem Kremper Ortsverband.

In der Nachbarstadt war dem Ortsverein nicht mehr möglich, einen Vorstand zu bilden. Der amtierende Vorsitzende Uli Stoppa kann sein Amt aus zeitlichen und gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben. „Uns fehlen auch Lehrkräfte, so dass Ausbildung nicht mehr möglich ist. Wir standen vor der Auflösung“, berichtete der Kremper. Der Ausweg: Die Verschmelzung mit dem Glückstädter Ortsverein.

Und die Kremper bringen eine schöne Mitgift mit: Eine schmucke Hütte mit Küche und Dusche; Trainings-Bahnen im Freibad; Zeiten in der Sporthalle – und zurzeit etwa 42 Mitglieder. Einstimmig sprachen sich die Glückstädter für diese stadtübergreifende Zusammenarbeit aus. „Das muss sich natürlich alles entwickeln; ich würde mich freuen, wenn es klappt“, sagte Henryk Hoppe.

Auf jeden Fall wird in Krempe ein DLRG-Stützpunkt erhalten bleiben, alles weitere wird intern geregelt. „Immerhin: Ihr seid einer der wenigen Vereine in Schleswig-Holstein, die gegen den Trend wachsen. Das finde ich sehr beachtlich“, lobte DLRG-Kreisbeauftragter Sven Rapillus aus Itzehoe. Auch Uwe Lensch, Vizepräsident des Landesverbandes, befand diese Entwicklung als „einen guten Weg.“

Hinter Zahlen und Aufgaben steht aber auch Arbeit und hohes Engagement. Die komplette Neugestaltung der DLRG-Hütte mit neuer Küche im Fortuna-Bad zählt ebenso dazu wie die 44 Wachtage oder 231 Stunden. In dieser Zeit leisteten die Lebensretter 13-mal Erste Hilfe – meistens bei kleineren Wehwehchen. Zu den Augenmerken zählt auch immer eine klare Ausbildung. 19 Jugendliche aus dem Jugend-Einsatz-Team (JET) und sechs Erwachsene nahmen teil an der Fachausbildung Wasserrettungsdienst. 74 Schwimmabzeichen vom „Seepferdchen“ bis zum Juniorretter nahmen die DLRG-Ausbilder ab; dazu noch 28 Rettungs- und Schnorcheltauchabzeichen.

Und am „Abzeichentag“ wurden insgesamt 27 Schwimmabzeichen für jedermann abgenommen. Insgesamt eine Bilanz, auf die die Retter stolz sein können. Um die Attraktivität und Einsatzbereitschaft noch weiter zu erhöhen, wird derzeit die Anschaffung eines Motorrettungsbootes diskutiert. „Glückstadt liegt am Wasser, wir begleiten fast alle Aktionen im Hafen und sind auf der Elbe präsent. Da macht es Sinn, sich mit der Anschaffung eines solchen Bootes zu befassen“, erläuterte Frank Böthern. Er und Thomas Lempfert sind die technischen Leiter. Sie werden ein Konzept erarbeiten und 2018 vorstellen.

Im Punkt Ehrungen ragte eine besonders heraus: Rainer Sievers gehört der DLRG 60 Jahre an und ist damit das langjährigste Mitglied innerhalb Glückstadts Lebensrettern. Romina Lempfert und Anna Schlör sind 25 Jahre dabei, Mathis Hoppe zehn Jahre. Für besondere Verdienste und vorbildliches Engagement wurden Andrea Endemann, Andrea Behrmann und Marco Schacht mit Ehrenurkunde und dem Verdienstzeichen in Bronze ausgezeichnet. Gewählt sind Rüdiger Kallies, Michael Gerbert und Andrea Behrmann für die Kassenprüfung.

>Wer sich weiter über die umfangreichen Aufgaben der DLRG Glückstadt informieren möchte, kann dies im Internet unter www.glueckstadt.dlrg.de

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