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Norddeutsche Rundschau

07. Dezember 2016 | 17:27 Uhr

Hubertusjagdfahrt : Kutschfahrten über Stock und Stein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die größte Fahrsportveranstaltung Norddeutschlands lockt viele Zuschauer.

Das Klappern der Kutschen ist schon zu hören – dann tauchen sie auf. Wie aus dem Nichts kommen sie aus dem Wald und durchfahren das erste Hindernis – den Wassergraben. Zahlreiche Zuschauer stehen klatschend am Rande der Fahrstrecke und sehen vielfältige Variationen des Gespannfahrens, das zum Abschluss der grünen Saison traditionell mit der Hubertusjagdfahrt endet. Unterdessen führen die hoch konzentrierten Fahrer ihre Gespanne rasant und präzise durch enge Wendungen um die im Boden verankerten Holzpfosten und Betonringe, über den Hang und auf dem Weg zum Baumhindernis auch noch durch die Schlucht.

Fahrsport vom Feinsten wurde den Zuschauern auf dem Gut Kleve geboten. 90 Teilnehmer waren mit ihren Holsteinern, Hannoveranern, Gelderländern, Haflingern, Ponys oder Friesen aus ganz Norddeutschland der Einladung der Gespannfahrer Steinburg zur 33. Hubertusjagdfahrt, der größten Fahrsportveranstaltung Norddeutschlands, gefolgt. Der erste Veranstaltungstag stand wie jeher ganz im Zeichen der Geländefahrt durch die herbstliche Landschaft rund um die Gemeinde Kleve. „Dank der Unterstützung der Landbesitzer ist es uns möglich, in jedem Jahr eine neue interessante Strecke auszuarbeiten“, sagt Vereinsvorsitzende Monika Brandt.

Innerhalb weniger Minuten brachen die Pony-Einspänner bis hin zu Pferde-Vierspännern auf die von den Teilnehmern frei zu wählende 18, 13 oder neun Kilometer langen Strecke durch Wald und Flur auf. In allen Gangarten ging es über Stock und Stein, ehe die Fahrer und Vierbeiner im Nuttelner Gebiet eine kurze Rast einlegten. Gestärkt absolvierten sie danach die ihnen auf dem Gutsgelände gestellten Herausforderungen mit Hindernissen. „Ziel der Jagdfahrt ist es, diese möglichst fehlerfrei zu überstehen“, sagt Brandt, die die Turnierleitung hatte.

Während es am ersten Tag bei der Ausfahrt noch konkurrenzlos zuging, wurde es am zweiten Tag ernst: Beim Kegelparcours, in dem die Fahrer in zwölf Abteilungen an den Start gingen, galt es den Parcours innerhalb kürzester Zeit zu durchfahren und dabei auch alle Kegel stehen zu lassen. Begleitet wurde die zweitägige Veranstaltung von einem bunten Bauern- und Kunsthandwerkermarkt, einem Konzert der Jagdhornbläser bei Fackelschein und einem gemeinsamen Essen im „Klever Hof“. Das diesjährige Schaubild der Jugendgruppe trug den Titel „Ride and Drive“ . Unterstützt wurde die jüngsten Vereinsmitglieder zudem von der Voltigiergruppe des Reit- und Fahrvereins Wilster.

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