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Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 19:40 Uhr

Kunst und Kreativität in Ton

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Töpfermarkt öffnet Sonnabend und Sonntag seine Türen / 70 Aussteller aus dem In- und Ausland präsentieren ihre Produkte

Am kommenden Wochenende macht die Keramikstadt Kellinghusen ihrem Namen Ehre: Kunst und Kreativität in Ton – hochwertige handgefertigte Erzeugnisse internationaler Herkunft werden Sonnabend und Sonntag, 13. und 14. August, auf dem Töpfermarkt angeboten. Zum 30. Mal öffnet der weit über Stadt- und Landgrenzen hinaus bekannte Fachmarkt seine Pforten. 70 Aussteller aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden präsentieren ein breites Angebot von Gebrauchskeramik, Schmuck, Skulpturen und Gartenkeramik. Mitmachaktionen für Kinder, Vorführungen von Fayencemalerei sowie Rundgänge auf der „Kellinghusener Keramikroute“ komplettieren das Angebot rund um das seit Urzeiten genutzte Tonmaterial.

Seit fünf Jahren zeichnet der Verein Keramik Centrum Kellinghusen für die Organisation des Töpfermarkts verantwortlich. Seitdem die Stadt sich aus dem organisatorischen Bereich der Großveranstaltung zurückgezogen hat, laufen die Fäden bei KCK-Vertreter Michael Gatke zusammen. „Auch in diesem Jahr wird wieder Hochklassiges aus Werkstätten und Ateliers vorgestellt“, sagt er. Die Auswahl der Aussteller erfolgt dabei nicht nach dem Zufallsprinzip. Für die gleichbleibend hochwertige Qualität des Markangebots sorgt von jeher eine Töpfermarkt-Jury. Schon zu Beginn des Jahres treffen die Fachleute ihre Wahl nach den strengen Vorgaben der Töpfermarktrichtlinie. „Von 100 Bewerbern bekamen diesmal 60 eine Einladung“, erklärt Gatke.

Zeit für die Jury-Sitzung nimmt sich regelmäßig Professor Kap-Sun Hwang, der international tätig ist. „Die Ware der Anbieter liegt wieder auf hohem Niveau“, erfuhr KCK-Vorstandsmitglied Margarete Mehrens-Alfer von dem vor Ort ansässigen Spitzenkeramiker. Ausstellen wird Kap-Sun Hwang Erzeugnisse aus der gemeinsam mit Gattin Si-Sook Kang geführten Werkstatt an den Markttagen im Rahmen der „Offenen Werkstatt“. Ebenfalls daran beteiligt ist das List-Keramikstudio von Annelies Liebschner-Stabenow.

Unter den Anbietern auf dem oberen und unteren Marktplatz sind zudem die örtlichen Keramiker Susanne Ehmling, Waltraut Kober und Mathias Frank. Neben modernen Kreationen erinnern sie mit farbenfrohen „Kellinghusener Fayencen“ an die Blütezeit der örtlichen Fayenceproduktion vor rund 250 Jahren. Gewidmet ist dieser Tradition der jährlich in limitierter Zahl herausgegebene Töpfermarktbecher. Mit typisch buntem Blumenkranz und leuchtend gelbem Rand knüpfen daran auch die 100 Exemplare des aktuellen Bechers aus der Meisterwerkstatt von Mathias Frank an.

Mit Beispielen aktueller Fach- und Hochschul-Töpferkunst sowie Informationen über eine Karriere im weit gefassten Berufsfeld Keramik werden die Landesberufsschule für das Keramikhandwerk sowie die Keramikschule Landshut vertreten sein. Materialien für Profession und Hobby gibt es beim Rantzauer Töpferbedarf. Eine Offerte nicht allein für den Nachwuchs liefert außerdem Keramik-Designer Thomas Benirschke mit seinen Mitmachaktionen unter anderem an der historischen Töpferscheibe.

Willkommen sind Kinder auch beim Bemalen von historischen Ziegeln am Stand der städtischen Info Tourismus und Kultur. Neben dem Verkauf des Töpferbechers informieren Stadtmarketing-Chefin Jenni Knapp und ihre Kolleginnen dort auch über den Tourismus in der Keramikstadt. Wie stets ist mit verschiedenen lukullischen Leckereien außerdem für Essen und Trinken der Töpfermarktbesucher gesorgt.






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