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Norddeutsche Rundschau

25. September 2016 | 12:34 Uhr

Kulturverein ist tief enttäuscht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mitgliederversammlung soll nun das weitere Vorgehen beraten

Bis zuletzt hatte der Kulturverein „Alte Schule – Bildung und Kultur Wilstermarsch“ gehofft: Die Entscheidung des Schulverbandes, den Gebäudekomplex an einen Investor zu verkaufen (wir berichteten-d.Red.), hat beim Vorstand nun tiefe Enttäuschung, aber auch Unverständnis ausgelöst, wobei die Verbandsversammlung dem Verkauf noch endgültig zustimmen muss. Vorsitzender Anton Brade betont, dass der Verein sehr wohl ein Angebot zum Kauf des kompletten Areals abgegeben habe. Wenn es dabei zu Verzögerungen gekommen war, habe das daran gelegen, dass sich der Verein immer wieder mit neuen Vorgaben habe auseinander setzen müssen. Brade ist auch davon überzeugt, dass der Kulturbetrieb mittelfristig auf gesunde finanzielle Beine hätte gestellt werden können. Entsprechende Signale von Förderern wie der AktivRegion habe es gegeben.

Mit seinem Angebot sei der Verein jedenfalls bis an die Grenze des finanziell Möglichen gegangen. Anton Brade beklagt allerdings, dass es von der Stadt niemals ein ganz klares Bekenntnis zu den Kulturschaffenden gegeben habe. Die jetzige Planung, vorgesehen ist Wohnraum für Senioren und für behinderte Menschen, sei ja nichts Schlechtes, so Brade weiter. Der Stadt hätte ein bisschen mehr Leben aber auch gut getan. Für die entscheidenden Gremien, so der Sprecher, sei am Ende aber wohl die Entscheidung zwischen einer sicheren Nummer und einer Vision gefallen.

Der Verlust des Domizils in der Alten Schule müsse aber nicht das Ende des Kulturprojekts bedeuten. Auf einer Versammlung (16. Dezember, 19 Uhr) wollen die Mitglieder das weitere Vorgehen beraten. Diskutiert werden soll dann auch über alternative Standorte wie den Trichter, die Bürgermeister Walter Schulz ins Gespräch gebracht hat. Auch Vorstandsmitglied Carmen Galba kann sich gut vorstellen, dass das Projekt weiter geführt wird. Als Architektin bedauerte sie allerdings, dass jetzt wieder ein altes Gebäude aus dem Stadtbild verschwindet.

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erstellt am 21.Nov.2015 | 00:32 Uhr

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