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Norddeutsche Rundschau

29. September 2016 | 18:59 Uhr

Kultur : Kulturprojekt braucht klares Bekenntnis

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In den nächsten Wochen entscheidet sich die Zukunft des Verein Alte Schule. Attraktives Programm bis zum Jahresende.

Die ersten „25 Wochen Tanz und Theater in der Wilstermarsch“ sind rum, jetzt geht es mit dem KulturImbiss weiter: Für die Kulturmacher in der Alten Schule ist es aber ein doppelter Endspurt: Mit einem attraktiven Programm bis hin zur großen Silvesterparty setzen sie mit einer Fülle von Angeboten und Veranstaltungen ihr kulturelles Feuerwerk bis zum Jahresende fort.

Gleichzeitig läuft der Endspurt um die Zukunft des ehrgeizigen Kulturprojekts. Nach wie vor schwebt nämlich die Abrissbirne wie ein Damoklesschwert über den Gebäuden der ehemaligen Bildungseinrichtung in der Etatsrat-Michaelsen-Straße. Der mit der örtlichen Volkshochschule geschlossene Mietvertrag läuft zum Jahresende aus. Noch immer steht der Beschluss des Schulverbandes, den Gebäudekomplex abzureißen und das Grundstück zu verkaufen. Für den eigens gegründeten Verein „Alte Schule – Bildung und Kultur Wilstermarsch e.  V.“ steht allerdings fest, dass das Projekt weiterlaufen muss – und auch kann.

Bis Ende Oktober, so kündigen Vorsitzender Anton Brade (Foto), sein Stellvertreter Carsten Döhler und Schriftführerin Carmen Galba an, soll ein schlüssiges Zukunftsprojekt präsentiert werden. Im Vorfeld seien bereits zahlreiche Erfolg versprechende Gespräche gelaufen – unter anderem mit dem Kieler Kultusministerium und dem Verband soziokulturreller Zentren. „Kiel findet unser Projekt außerordentlich innovativ, insbesondere auch für den ländlichen Raum“, so Carmen Galba. „Was wir unbedingt noch brauchen, ist ein klares Bekenntnis der Stadt Wilster und des Amtes Wilstermarsch“, sagt sie weiter – wohlwissend, dass finanziell hier wohl nicht viel zu holen ist. „Da wären wir notfalls auch schon mit einem symbolischen Euro zufrieden“, wirft Carsten Döhler ein.

Auch Anton Brade ist davon überzeugt, dass ein deutliches Votum aus der Region dem Projekt den jetzt noch fehlenden Schub geben könnte. „Wir müssen gegenüber möglichen Geldgebern sagen können: Das ist ein Projekt der Stadt, gerne auch das ganzen Amtes und sogar des Kreises Steinburg.“ Der Vorsitzende verweist dabei auch auf das sehr große Einzugsgebiet.

Das Trio ist davon überzeugt, dass der Verein das Projekt finanziell stemmen kann. „Die Töpfe dafür sind da und von allen Seiten wird Zustimmung signalisiert“, so Döhler. Für den Verein jedenfalls sei auch die Übernahme des Gebäudes eine der möglichen Optionen. Mittlerweile sei die Mitgliederzahl auch schon auf 40 angewachsen. Außerdem stehe die Eintragung ins Vereinsregister bevor, auch die Gemeinnützigkeit werde damit anerkannt.

Unabhängig von den Wochen der Entscheidung basteln die Akteure bereits eifrig am Programm für das nächste Jahr. So sollen die Angebote – auch auf Anregung aus Kiel hin – deutlich erweitert werden. Über die Diakonie will man die ältere Bevölkerung verstärkt mit einbinden. Auch an eine Zusammenarbeit mit den Schulen ist gedacht. Die Bandbreite der Möglichkeiten reicht von einem in der Region bislang einmaligen großen Breakdance-Festival bis hin zu Workshops für Kinder, die sich im Schreiben von Gedichten üben können. In jedem Fall wolle man dabei eine Konkurrenz zu anderen Angeboten in der Region vermeiden. „Unser Ziel ist es, das Vorhandene zu vernetzen“, so Carsten Döhler. „Schwerpunkt bleibt aber weiterhin Tanz, Theater und Live-Musik“, betont Carmen Galba. Noch mehr als bisher sollen aber alle Generationen und alle Interessen angesprochen werden.

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erstellt am 20.Okt.2015 | 17:00 Uhr

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