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Norddeutsche Rundschau

02. Dezember 2016 | 21:04 Uhr

Stadtplanung : Kreisel an der neuen Lidl-Kreuzung?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Politik will den Kreisverkehr am neuen Standort des Discounters / Landesamt für Verkehr verweist auf mögliche Probleme für Lkw und Radfahrer

Der Bürgerentscheid ist gelaufen, der Discounter Lidl darf in die Lehmbergstraße ziehen. Damit wird auch die Einrichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Straße An der Stör/ Lehmbergstraße/Breitenberger Straße wieder akut. Die Mehrheit in der Politik will ihn, doch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr sperrt sich noch.

Für Vertreter der CDU aus Stadt und Land unverständlich. Denn der Kreisel wird von Investoren finanziert. Zum einen von Lidl, der sich umsiedeln will, und zum anderem von der Firma Groth, die das benachbarte Nahversorgungszentrum für Edeka, Aldi, Volksbank-Raiffeisenbank und Rossmann baut. „Nur für den Unterhalt muss der Landesbetrieb noch zahlen“, sagt der CDU-Ratsherr und Bauausschussvorsitzender Hans-Jörg Krützfeldt. Investoren und Politiker versprechen sich durch den Kreisverkehr einen wesentlich besseren Verkehrsfluss an der Kreuzung, besonders zu Stoßzeiten. Ein Gutachten stärkt die Position, Kreisel oder Ampel seien wegen des höheren Verkehrsaufkommen notwendig, so Hans-Wilhelm Groth, der das Nahversorgungszentrum mit seiner Firma Groga plant und baut.

Dass der Bürgerentscheid gegen die Initiatoren ausging und Lidl umziehen kann, begrüßt die CDU. „Das stärkt den Kaufstandort Kellinghusen“, sagt der Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp. Zusammen mit seinem Kollegen Heiner Rickers will sich Arp dafür einsetzen und stark machen, dass der Kreisverkehr noch gebaut wird. Auch der Kreistagsabgeordnete und stellvertretende Landrat Heinz Seppmann unterstützt das Vorhaben. „Nachdem sie für den Umzug des Discounters gestimmt haben, erwarten die Bürger jetzt auch eine optimale verkehrliche Anbindung.“

Noch ist allerdings Zeit, sich für einen Kreisverkehr zu entscheiden. Der Discounter Lidl wird frühestens Ende 2017 /Anfang 2018 sein neues Geschäft eröffnen. Laut Krützfeldt ist Lidl in „großen Maße bereit“, bei der Gestaltung des Gebäudes und des Parkplatzes mit der Stadt zusammenzuarbeiten. Gut für die umliegenden Geschäfte sei auch, dass der große Parkplatz dann auch für diese Läden offen sei.

Für Kai-Uwe Schacht, Leiter der Itzehoer Niederlassung des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr, ist die endgültige Entscheidung über einen Kreisverkehr noch nicht gefallen. Grundsätzlich seien - nachdem die Entscheidung des Bürgerentscheides für Lidl gefallen sei – zwei Möglichkeiten denkbar: Ampel oder Kreisverkehr. Während die Signalanlage ohne Probleme zu installieren sei, müsse der Kreisverkehr „technisch passen“. Für eine verkehrssichere Lösung müssten bestimmte Konstruktionsparameter eingehalten werden. Dazu bräuchte man ausreichend Platz, denn auch Lkw müssten sicher durch den Kreisverkehr kommen. Auch die Führung für Radfahrer gestalte sich schwierig. „Die offenen Punkte müssen abgeklärt und geprüft werden.

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erstellt am 03.Aug.2016 | 17:00 Uhr

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