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Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 01:02 Uhr

Lighthouse Weekend : Kontakte knüpfen in alle Welt

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Steinburger Amateurfunker beteiligen sich an weltweitem Funk-Event / Besucher willkommen

Was einst als Spaßaktion in Schottland begann, hat Anhänger in aller Welt gefunden – so auch in Glückstadt und Itzehoe. Aktive des Itzehoer Amateurfunker-Clubs mit Sitz auf dem Hungrigen Wolf treffen sich am Freitag, 19. August, zum weltweiten „International Lighthouse Lightship Weekend“ an der Nordermole. Von Freitagabend bis Sonntagnacht werden Peter Hecht, Ulrich Gerlach, Leo Möhlenkamp, Klaus Krawutschke, Klaus Diercks, Hans-Peter Haack und Gustav Tietje in alle Welt funken. Gäste sind willkommen. Die Funker lassen sie teilhaben an ihrem Hobby und erklären alles. Natürlich können Besucher auch die Funksprüche aus aller Welt miterleben.

„459 Stationen aus 50 Länder sind diesmal dabei“, sagt Ulrich Gerlach zur „Kurzwellenjagd“. Dabei hat alles ganz klein angefangen. „1993 haben sich in Schottland Funkamateure an einem Leuchtturm getroffen und aus Spaß gefunkt“, sagt Gerlach. Ein Jahr später gab es schon elf Stationen an Leuchttürmen. Über die Jahre kamen immer mehr dazu.

„Das Lighthouse-Wochenende ist immer beliebter geworden“, sagt Gerlach. „Es geht dabei nicht um einen Wettbewerb. Es ist alles ganz entspannt.“ Die Regeln seien einfach – es gelte, den Geist der Veranstaltung aufrecht zu erhalten und die jeweilige Örtlichkeit vorzustellen. „Es gibt keine Preise, keine Urkunden, und es kostet nichts. Jeder Funkamateur mit Lizenz entscheidet selbst, was er macht und welche Frequenz er nutzt.“

Einzige Bedingung: Gefunkt wird von oder neben einem Leuchtturm oder einem Feuerschiff. Da Peter Hecht und Hans-Peter Haack Glückstädter sind, baten die Funkamateure beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt darum, das Leuchtfeuer an der Nordermole nutzen zu dürfen. Dort dürfen sie Antennen anbringen, die Wohnmobile mit den aufgebauten Geräten stehen gleich daneben. Aufgebaut wird am Freitag, nachts um 2 Uhr beginnt das Event – durchgehend 48 Stunden. Die Stationen in aller Welt identifizieren sich durch Rufzeichen mit dem „Anhängsel“ LH für Lighthouse (Leuchtturm).

Dass Funken in Zeiten anderer digitaler Kommunikationswege nicht mehr ganz zeitgemäß sein könnte, glauben die Steinburger Funker nicht. Es habe trotz der weitergehenden technischen Entwicklung noch seine Berechtigung, da sind sich alle einig. Und es hat beispielsweise gegenüber Smartphones einen großen Vorteil, erklärt Ulrich Gerlach: „Es ist abhörsicher.“

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erstellt am 13.Aug.2016 | 08:00 Uhr

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