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Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 05:00 Uhr

Königsorden wandert für ein Jahr nach Berlin

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Klaus-Georg Brandt aus Berlin hat offiziell die Regentschaft über die Bürger-Schützen-Gilde Wilster von 1380 übernommen. Bei der Inthronisierungsfeier in der Halle des Alten Rathaus nahm „Golle, der Berliner“ den Königsorden der historischen Gilde entgegen. Gleichzeitig erhielt er das blau-weiß-rote Emailleschild, das als erstes außerhalb der Wilsteraner Stadtgrenzen künftig das Berliner Domizil von „Golle“, wie der 70-Jährige seit seiner Kindheit genannt wird, für jedermann sichtlich als Königshaus kenntlich macht. Gildeschreiber Jürgen Pruter blickte auf die langjährige Tradition der Familie Brandt in der 1380 gegründeten Bürger-Schützen-Gilde zurück. Schon Vater Georg Brandt war 1938 in die Gilde eingetreten. Klaus-Georg Brandt folgte ihm 1969. Im Gildejahr 1988/89 gehörte er als 2. Vollmacht dem Gildevorstand an. Seit sieben Jahren ist er Ehrenmitglied der Traditionsgilde. „Die große Distanz zwischen Berlin und Wilster hindert Golle nicht daran, jährlich zum Gildefest in seine alte Heimat zu kommen“, hob der Gildeschreiber anerkennend hervor. Jürgen Pruter erinnerte daran, dass sich der Holzadler diesmal als besonders zäh erwiesen habe und zweimal habe angesägt werden müssen. Dann aber gelang der neuen Gildemajestät der Bravourschuss, mit dem er das Mittelstück des Adlers von der Vogelstange geschossen hatte. Zuvor waren schon Bernard Wolf als Kopf- und Rudi Sauer als Schwanzkönig ermittelt worden.

Beim Festakt im Alten Rathaus konnte der Gildeschreiber die Bestallungsurkunden an die Vorstandsmitglieder Jürgen Baasch als 1. Geschworener, Thomas Mikolajczyk als 2. Geschworener, Günter Knötgen als 1. Vollmacht und Tim Pruter als 2. Vollmacht überreichen. Er selbst erhielt die Ernennungsurkunde als p.t. Hauptmann aus der Hand des 2. Gildeschreibers Klaus Kröger. Beim Umtrunk erinnerte die Gravur an den Zinnhumpen an so manche längst verstorbene Gildebrüder. Da las man Namen wie Jürgen Dethlefs, Egon Hoinke, Peter-Arthur Pruter, Karl-Heinz Hencke und andere mehr, die teilweise Gildegeschichte mitgeprägt hatten. Vom Alten Rathaus wechselte die Runde in das „Oh-La-La“ zum traditionellen Königsessen.

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erstellt am 17.Okt.2016 | 10:27 Uhr

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