zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 13:44 Uhr

Beidenfleth : Königskette und Pokal für Frank Sievers

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Beidenflether beweist im Jahresverlauf mit acht erlegten Hasen das größte Jagdgeschick in der Gemeinde

Acht erlegte Hasen reichten ihm, um in Beidenfleth Jahresjagdkönig zu werden. Frank Sievers wurde dafür beim traditionellen Jägerball mit Königskette und Pokal ausgezeichnet.

Die Jagdgemeinschaft Beidenfleth feierte zum Ende der Jagdsaison im Gasthof Frauen. Oberjäger Gerd Sievers begrüßte dazu auch das Bläsercorps der Steinburger Jagdbläser unter der Leitung von Elmar Lubenow, die mit „Sammeln der Jäger“ den Abend eröffneten. Seit sechs Jahren gehören die Bläser zum Programmteil des Balls und präsentieren die Jagdsignale mit Geschichten aus dem Leben von Jäger Willi Püttmann.

In diesem Jahr erfreute Püttmanns jagender Neffe die Ballbesucher. Erzählerin Bianka Randschau schilderte mit Volker und Jannika Randschau eine Jagdwanderung aus Kindersicht. Dabei erklärte der Vater der Tochter beim Gang zum Hochsitz, dass „auf Jagd gehen“ nicht nur heißt, etwas zu schießen, sondern offenen Auges durch die Natur zu gehen und sich um die Wildhege zu kümmern.

Gerd Sievers erläuterte die Strecke der Beidenflether Jäger, die mit 58 Hasen und 23 Fasanen und einigem Rehwild mäßig ausgefallen ist. „Rehwild ist reichlich vorhanden, es sind viele Kitze groß geworden“, sagte Sievers. Der Oberjäger proklamierte dann seinen Sohn Frank Sievers zum Jahresjagdkönig. Gerd Sievers ehrte außerdem Horst-Peter Egge, der in diesem Jahr der Jagdgemeinschaft 50 Jahre angehört, mit einem Zinnteller.

Jagdvorsteher Uwe Schröder teilte den Zuhörern seine eigene Sicht auf die Jagdgesellschaft mit. „Ich bin erstaunt, dass bei der schwachen Strecke noch ein Jahresjagdkönig ermittelt werden konnte“, nahm er die Gastgeber aufs Korn. Er wolle nicht viel kritisieren, aber ihm fehle die Leidenschaft bei den zur Ehrung angebrachten „Horridos“. Ein Gastjäger hatte dies bereits bei einer Jagd angemerkt und Schröder wünschte sich für das nächste Jahr ein „Horrido“, das bis in die Krempermarsch schallt. Das ließen die aktiven Jäger sofort ertönen, bevor DJ Schacki die Festgesellschaft mit Musik durch die Nacht brachte.


Gruß der Jäger: Das von Uwe Schröder angemahnte „Horrido“ ist ein alter Gruß aus der Jägersprache. Er leitet sich vom Hetzruf des Rudelführers bei Treibjagden ab. Ursprünglich rief man „Ho’ Rüd’ Ho’ – also: „Hoch, Rüde, hoch!“ Es wird heute als Begrüßung genutzt, wobei ein Jäger dreimal „Horrido“ ruft. Die Runde antwortet mit „Jo-Ho“.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 13.Jan.2016 | 17:13 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen