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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2016 | 01:23 Uhr

Knobeln in der langen Mathe-Nacht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Frustration und Glücksgefühle liegen in dieser einen Nacht im November eng beieinander: Von Freitag bis Sonnabend fand an drei Itzehoer Gymnasien wieder die „Lange Nacht der Mathematik“ statt, bei der Schüler aller Jahrgänge zu später Uhrzeit knifflige Aufgaben lösen. Sie können zwei Runden lang bis Mitternacht im ganzen Jahrgang knobeln, danach geht es in Vierergruppen bis in den frühen Morgen weiter.

Sophie-Scholl-Gymnasium, 18 Uhr: Schon zum Start herrscht eine gespannte Atmosphäre. „Man weiß nie, wie die Aufgaben aussehen, und sie sind auch immer anders als das, was im Unterricht behandelt wird“, erklärt Volker Schlüter von der Mathe-Fachschaft. Deswegen ist die Überraschung auch groß, als die Aufgabenzettel schließlich auf dem Tisch liegen. „Das sieht voll schwer aus“, heißt es bei der einen Gruppe, „Ich glaube, das ist kompliziert“ bei einer anderen. Dennoch ist die Motivation noch bei den rund 200 Schülern, von denen einige auch von der Wilhelm-Käber-Schule aus Hohenlockstedt kommen, dem Kooperationspartner des SSG. „Die Mathe-Nacht ist für alle ein spannendes Erlebnis“, erklärt Schlüter, der mit den anderen Kollegen der Fachschaft, Eltern und ehemaligen Schülern beim Knobeln hilft.

„Es sind viele knifflige Aufgaben dabei, aber es macht viel Spaß, mit Freunden noch so lange zu rechnen“, erzählt die 14-jährige Nele. Für sie ist die Mathenacht schon um 1 Uhr zu Ende – „in diesem Jahr übernachten nur die Oberstufenschüler in der Schule, und die schlafen meist sowieso nicht“, sagt Schlüter.

Auch an der Auguste-Viktoria-Schule sind die rund 150 Schüler hochkonzentriert dabei. Dann die Meldung „Die Pizza ist da!“ Jetzt werden Stifte und Taschenrechner erst einmal abgelegt. Wie in den vergangenen Jahren hatte die Schülervertretung wieder eine Sammelbestellung organisiert, damit die Schüler Nervennahrung bekommen.

„Es macht immer viel Spaß, Schüler zu sehen, die mit großer Begeisterung Mathe machen“, freut sich Stefan Karkow von der Mathe-Fachschaft. An der AVS darf „jeder mitmachen, der Lust hat“. So wartet auch Finn (11) mit Klassenkameraden gespannt auf die Ergebnisse. Es ist seine zweite Lange Nacht der Mathematik: „Ich mag Mathe, deswegen mache ich immer mit.“

In den Computerräumen der Kaiser-Karl-Schule wird auch geknobelt, allerdings ist es dort viel stiller als an den anderen beiden Gymnasien. „Wir haben Schüler für die Mathe-Nacht ausgewählt, die konzentriert arbeiten können und im Unterricht Interesse an Mathe gezeigt haben“, erklärt Lehrer Nico Wabnitz. Rund 70 Schüler der KKS machen mit. „Die Mathe-Nacht ist schon seit 15 Jahren ein richtiges Event hier an der Schule, und wir sind in diesem Jahr sehr schnell dabei“, sagt Wabnitz.

Deswegen ist die Freude auch groß, als es schon gegen 19 Uhr durch den Flur schallt: „Wir sind in der zweiten Runde.“ So kann Janna aus der 8. Klasse bei ihrer Mathe-Nacht-Premiere berichten: „Es läuft richtig gut bei uns.“ Auch Schulleiter Martin Baudach half beim Rechnen und war sehr angetan von der Motivation der Schüler: „Hier ist eine total konzentrierte Atmosphäre, der Austausch ist gut, und alle haben Spaß.“

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