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Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 15:37 Uhr

Itzehoe : Klinikum setzt auf Elektro-Mobilität

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Sie sind klein, leise und bequem: Das Klinikum Itzehoe erweitert seine Dienstwagenflotte um vier E-Autos .

Das Fazit nach der ersten kleinen Spritztour fällt rundum positiv aus: „Er bietet viel Platz, ist sehr leise, leicht zu bedienen und selbst für lange Leute wie mich sehr bequem“, fasst Reinhold Wenzlaff, Verbandsvorsteher des Klinikums Itzehoe, die Vorzüge des BMW i3 zusammen. Zwei der Elektro-Autos sind jetzt für das Klinikum im Einsatz, zwei weitere kommen in Kürze dazu.

„Wir haben immer mehr Transportnotwendigkeiten, für die wir insbesondere kleine Pkw brauchen“, sagt Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler. „Deshalb haben wir unsere Flotte ausgebaut.“ Den Ausschlag für die Anschaffung gab eine Aktion des Forschungsministeriums in Berlin, die Anreiz bieten sollte, mehr Elektrofahrzeuge in Betrieb zu nehmen.

Neben der Umweltfreundlichkeit liegt der Vorteil für das Klinikum vor allem in den Kosten: „Die Elektro-Autos sind im Betrieb deutlich kostengünstiger als herkömmliche Fahrzeuge“, sagt Ziegler. Bei einer Leistung von 170 PS habe der BMW i3 einen Stromverbrauch von 13,5 Kilowattstunden pro 100 Kilometer, erklärt Werner Christiansen, technischer Leiter des Klinikums. Rein elektrisch betrieben haben die Autos eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern. Mit einem Verbrennungsmotor könne die Reichweite auf bis zu 300 Kilometer verlängert werden.

„Es ist ein für den lokalen Verkehr sehr geeignetes Fahrzeug“, meint Wenzlaff. Der Kreis sei bemüht, Nachhaltigkeit zu leben. Deshalb sei es schön, dass das Klinikum als größter Arbeitgeber der Region Elektro-Autos auf die Straße bringe.

Das Klinikum fördert auch noch auf eine andere Weise die Elektro-Mobilität: Im Parkdeck am Maria-Bornheim-Weg stehen für Mitarbeiter bereits mehrere Steckdosen für E-Roller sowie zwei Ladesäulen für E-Autos zur Verfügung, die gegen eine monatliche Pauschale genutzt werden können. Auch wenn die Ladesäulen zunächst auf die Mitarbeiter begrenzt seien, sei das doch ein erster Schritt, sagt Landrat Torsten Wendt: „Wenn keiner etwas anbietet, wird sich nichts entwickeln.“ Wenn sich die Elektromobilität auch für Privatleute noch besser rechne, werde sie sich durchsetzen, ist Bernhard Ziegler überzeugt. „Auf lange Sicht wird es ein Thema – wir sind dafür präpariert.“

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erstellt am 04.Jan.2016 | 17:34 Uhr

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