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Norddeutsche Rundschau

03. Dezember 2016 | 12:33 Uhr

Itzehoe : Klinikum plant neue Psychiatrie

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Neubau des Zentrums für Psychosoziale Medizin soll 18 Millionen Euro kosten und ab Herbst errichtet werden.

Im neuen Anbau des Ärzte- und Dienstleistungszentrums an der Robert-Koch-Straße ist die Farbe an den Wänden noch nicht ganz trocken, doch das Klinikum Itzehoe steht bereits in den Startlöchern für das nächste Millionen-Projekt. Schräg gegenüber soll der Neubau eines Zentrums für psychosoziale Medizin entstehen. Aktuell laufen vorbereitende Arbeiten am Untergrund. Der erste Spatenstich für das Gebäude ist für den Herbst geplant. Doch noch fehlt die letzte Zusage für die notwendigen Fördermittel aus Kiel.

„Unter Leitung von Professor Arno Deister verfolgen wir seit Jahren sehr erfolgreich einen modernen und ganzheitlichen Ansatz im Bereich der psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung. Nun ist es an der Zeit, dieser Entwicklung auch eine angemessene bauliche Hülle zu geben“, erklärt Klinikchef Bernhard Ziegler die Ziele des Neubaus. Dort sollen die Angebote des Klinikums, die bisher in unterschiedlichen Gebäuden untergebracht sind, zusammengefasst werden – sowohl die stationären als auch die teilstationären. Unter anderem wird die Tagesklinik am Langen Peter integriert. „Die Raumaufteilung und -nutzung wird nach medizinischen Gesichtspunkten funktional gestaltet“, sagt Ziegler. Dies bringe Synergie-Effekte für die tägliche Arbeit, die den rund 1100 Patienten pro Jahr zugute kämen.

Drei Architektenbüros und das eigene Planungsbüro des Klinikums sind mit den Bauplänen beschäftigt. 18 Millionen Euro soll der Neubau insgesamt kosten. „Zu viel für uns allein“, sagt Ziegler. Fünf bis sechs Millionen Euro werde man selbst aufbringen. Für den Rest sei das Krankenhaus auf Förderung vom Land angewiesen. Im Investitionsplan des Gesundheitsministeriums ist der Neubau bereits vorgesehen.

Der konkrete Förderbescheid, der Ziegler Rechtssicherheit gibt, liegt aber noch nicht vor. „Ich rechne aber in der nächsten Zeit damit“, sagt der Krankenhausdirektor. Nach Informationen unserer Zeitung ist die Vorbereitung des Bescheids in den letzten Zügen, ein konkreter Termin für die Übergabe steht aber noch nicht fest.

Wenn die Finanzierung gesichert ist, will Ziegler möglichst bald loslegen: „Wir möchten noch in diesem Herbst beginnen.“ Stetige Weiterentwicklung sei notwendig. „Natürlich geht es auch um Modernisierung, aber abgesehen davon muss das Klinikum wachsen, weil der Bedarf wächst.“ Im Schnitt kämen jährlich zwischen zwei und vier Prozent mehr Patienten.

Die durch den Neubau frei werdenden Räume sind daher gedanklich bereits verplant. „Konkret ist noch nichts. Es wäre auch unseriös, in die Planung einzusteigen, bevor wir wirklich bauen können, aber klar ist, dass die Abteilungen wachsen werden, wo wir die größten Engpässe haben.“ Insbesondere bei der Inneren Medizin und der Urologie sei eine Aufstockung der Bettenzahl mittelfristig notwendig. Großen räumlichen Bedarf sieht man im Klinikum aber auch im Bereich der eigenen Ausbildung. „Die Krankenpflegeschule braucht mehr Platz. Da ist unser Wunsch aber eigentlich mittelfristig der Bau eines neuen Bildungszentrums.“ Das nächste Großprojekt dürfte also nicht lange auf sich warten lassen.

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