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Norddeutsche Rundschau

26. September 2016 | 14:16 Uhr

STadtentwicklung : Klare Vorgaben für Glückstädter Hafen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Genug Platz für Steinbeis, neues Gewerbe und Anlieger nicht benachteiligen: Der neue Bebauungsplan Glückstadt Süd soll heute beschlossen werden.

Bereits vier Mal hat sich der Bauausschuss damit beschäftigt, der Plan wurde mehrfach öffentlich ausgelegt. Heute soll er in der Sitzung der beschlossen werden: der Bebauungsplan „Glückstadt-Süd – Sondergebiet Hafen und Industriegebiet“. Der Bebauungsplan regelt die Nutzung und Entwicklung der Fläche zwischen dem Hafen, der Stadtstraße, der Straße „Im Neuland“ und dem historischen Deich als zweiter Deichlinie.

Im Plan sind Flächen für eingeschränktes Gewerbe, ein Gewerbegebiet, ein Industriegebiet und das Sondergebiet Hafen ausgewiesen. Ziel ist es, die vorhandenen Nutzungen der Firma Steinbeis zur Papierproduktion mit ihren Nebenanlagen zu sichern und die gewerblich-industrielle Fortentwicklung des Standortes auf weiteren Flächen zuzulassen sowie Nutzungskonflikte zu angrenzenden Nutzungen möglichst weitgehend aufzulösen.

Die AC-Planergruppe hatte die eingegangenen Anregungen abgewogen und in einer 500-Seiten Vorlage zusammengestellt. Fachbereichsleiter Lüder Busch erläuterte in der Sitzung, dass einige Häuser am Hafen wegen des Denkmalschutzes aus der Überplanung rausgenommen wurden. „Der B-Plan soll rechtssicher die Baugrenzen und Lärmwerte festlegen.“ Nachbesserungsbedarf sahen die Politiker dennoch, als die Bewohnerin des Grundstückes im südlichen Zipfel des überplanten Gebietes in der Stadtstraße darauf hinwies, dass auf ihrem Grundstück durch die neu festgelegten Baugrenzen eine Erweiterung ausgeschlossen wird.

Der anwesende Schallschutzplaner Volker Ziegler erklärte die Grenzen mit Lärmwerten von der Stadtstraße und vom Neuland. Durch die Stadtstraße fahren im Durchschnitt täglich 6251 Kraftfahrzeuge. Für den Ausschuss reichte diese Erklärung nicht. Krafft-Erik Rohleder äußerte Verständnis: „Den Anliegern sollen keine Benachteiligungen entstehen.“ Der Fachplaner wurde deshalb beauftragt, bis zur heutigen Sitzung der Ratsversammlung zu prüfen, ob eine Beeinträchtigung dieses Grundstückes vermieden werden kann.

Mit diesem Bebauungsplan will die Stadt sich zukunftssicher aufstellen, denn in den letzten Jahren ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten am Standort Glückstadt deutlich zurückgegangen. Von 2000 bis 2012 sank die Zahl um 21 Prozent auf 2600 Personen. Neben der Gewerbeansiedlung und Erweiterung der Industrieanlage Steinbeis etwa durch eine Anlage zur Verbrennung von Rohstoffen ist es das städtebauliche Ziel, eine stadtstrukturelle und touristische Aufwertung zu erreichen. Auf dem Binnenhafen-Areal sollen zukünftig nur Nutzungen zugelassen werden, die einerseits eine Attraktivierung des Hafenbereiches ermöglichen und andererseits zu keinen erhöhten Rücksichtnahmepflichten des benachbarten Industrieortes führen.

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