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Norddeutsche Rundschau

10. Dezember 2016 | 19:33 Uhr

Itzehoe : Kampf gegen die Blättermassen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Täglich 16 Mitarbeiter des Itzehoer Bauhofs im Einsatz gegen das Herbstlaub. Neues Konzept für Abtransport zahlt sich aus.

Sie sind überall gern gesehen. Denn Bernd Trüggelmann und Michael Borowski leisten echten Dienst am Bürger. Die Mitarbeiter des Bauhofs fahren mit einem kleinen Laster und einem Laubsauger durch die Straßen und holen die heruntergefallenen Blätter von den Grünstreifen. Wie sie sind 14 weitere Mitarbeiter derzeit im Dauereinsatz gegen Herbstlaub.

„Wir haben mächtig aufgerüstet“, sagt Bauhofleiter Norbert Harfst. „Letztes Jahr kamen wir wegen der Kapazitäten kaum noch hinterher.“ Da habe es auch Beschwerden von Bürgern gegeben: „Dadurch haben wir gemerkt, dass wir an den Grenzen sind.“ In diesem Herbst hatte Harfst noch keinen Anruf.

Dabei seien es mehr Blätter, die im Stadtgebiet anfallen. Genaue Zahlen gibt es nicht, er schätzt die Menge auf 200 Kubikmeter. Die Bäume würden größer, der feuchte Sommer habe das Wachstum noch einmal unterstützt. „Das größte Problem ist, das Volumen der Blätter zur Kompostierungsanlage zu bringen“, sagt Harfst. Für zwei neue Container wurden 10  000 Euro investiert, die anderen Geräte hatte der Bauhof bereits.

So ist ein Rasenmäher für große Flächen jetzt auf den Straßen unterwegs. Der Vorteil: „Die Blätter werden zerhäckselt, sodass mindestens das Dreifache in die Container passt“, erklärt der Bauhofleiter. „Wir müssen ja auch wirtschaftlich denken.“ Bevor der Mäher kommt, befördern zwei Mitarbeiter mit Gebläsen das Laub auf die Straße. Und hinterher macht die große Kehrmaschine des Bauhofs sauber, die schon ab 2 Uhr nachts unterwegs ist – täglich 16 Stunden mit zwei Fahrern. Im vergangenen Jahr war sie noch voll beim Laubsammeln eingesetzt und musste nach einer Stunde erst einmal entladen. „Das hält unglaublich auf“, so Harfst. Jetzt werden die Blätter in den Containern zum Kompostierungsplatz auf dem Gelände des Klärwerks gebracht.

Insgesamt acht Mitarbeiter sind auf den Spielplätzen unterwegs, mit einem kleinen Trecker mit Gebläse werden die Wanderwege vom Laub befreit. Die Blätter von den Gehwegen müssten die Itzehoer eigentlich selbst entsorgen, wenn sie denn wie vorgeschrieben fegen. Doch Bauhof-Mitarbeiter wie Trüggelmann und Borkowski nehmen die Laubhaufen vom Grünstreifen mit. „Das haben wir vorher auch nicht gemacht“, sagt Harfst. Doch für ihn ist es in Ordnung: „Wir haben die Aufgabe, sauberzumachen und nicht mit jedem Bürger zu diskutieren.“ Noch stecke der Bauhof mitten in der Laub-Arbeit – aber in der dritten Novemberwoche sei diese dann wohl erledigt.

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erstellt am 04.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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