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Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 17:35 Uhr

Jungunternehmer startet durch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Fernbedienung ist auf dem Markt: Finn Plotz kümmert sich jetzt um den Verkauf

Er war noch Schüler und bekam 600 000 Euro für eine Idee – eine Mulitmedia-Fernbedienung (siehe Infokasten). Die Geldgeber glaubten an ihn. In diesem Sommer hat Finn Plotz, inzwischen mit dem Abitur in der Tasche, das Produkt auf den Markt gebracht. „Vion“ heißt die Fernbedienung, die er entwickelte. „Vion steht für: funktioniert auf Knopfdruck – für Vision, Innovation und Videos online“, erklärt der 21-Jährige. Den Namen überlegte er sich im Matheunterricht vor dem Abitur.

China, Hongkong, Schweiz: Finn Plotz reiste in viele Länder, damit das Produkt entwickelt und hergestellt werden konnte. Und jetzt muss es verkauft werden. Viel Geld wurde bereits ausgegeben und es muss wieder erwirtschaftet werden. Auf den jungen Unternehmer kommen damit jetzt auch ganz andere Aufgaben zu.

Vor allem in Media-Märkten und bei Amazon wird die Fernbedienung angeboten, aber auch bei Elektro Meiners in Glückstadt. Letzteres ist ein Heimspiel, da kann Plotz selbst vor Ort das Produkt präsentieren. Die Media-Märkte gibt es bundesweit. Zurzeit reist er in große Märkte, wie jüngst nach Köln, um die dortigen Mitarbeiter für seine neue Fernbedienung zu sensibilisieren. Doch alleine schafft er dies nicht, er hat jetzt einen Mitarbeiter eingestellt. Bisher arbeitete der Jungunternehmer bei der Entwicklung ausschließlich mit externen Partnerfirmen: Das technische Design stammt von einem Ingenieurbüro in Hamburg, die Software von einer Firma in Braunschweig, einige Komponenten kommen aus Holland.

Die Entscheidung, dass Produkt jetzt voranzubringen liegt auch mit bei seinen Geldgebern. Dies sind drei Privatinvestoren und die mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein. „Wir entscheiden gemeinsam.“

Das er so weit gekommen ist, dafür ist er auch Professor Ralf Thiericke sehr dankbar. Der Geschäftsführer der Gesellschaft für Technologieförderung in Itzehoe (IZET) half ihm bereits in den Anfängen. „Es war total super, wie viel Zeit er sich genommen hat.“ Ralf Thiericke half mit dem Businessplan, gab ihm aber auch Tipps, wie er sich richtig kleiden sollte. Der Kontakt ist noch da, am 15. September hält Finn Plotz um 16 Uhr im IZET im Rahmen der „Summer School“ einen Vortrag für Schüler.

Und er hat bereits ein neues Produkt entwickelt: Ein Alarmknopf für Taxifahrer, die überfallen werden. Hier sieht er einen großen Bedarf zum Beispiel in Brasilien. Darauf gekommen ist er bei einem Besuch in Südafrika. „Ideen gehen mir nie aus.“


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erstellt am 26.Aug.2016 | 15:27 Uhr

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