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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 19:26 Uhr

Feier : Jetzt geht’s rund an der Jahnstraße

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Spielplatz und Freizeitgelände an der Itzehoer Jahnstraße offiziell eingeweiht. Hunderte Gäste kommen trotz Regens.

Das Karussell wird immer schneller. Vielleicht setzen die Kinder darauf, dass die Fliehkräfte die Eisreste aus ihren Gesichtern entfernen. An anderer Stelle wird gesägt und gehämmert. Kurz darauf ist Stapellauf für die kleinen Boote. Dabei regnet es. Teilweise in Strömen. Na und?

Immerhin wird an diesem Freitagnachmittag das neue Freizeitgelände an der Jahnstraße eingeweiht. „Ein Freudentag“, sagt Moderator Joel aus dem Junior-Jugendparlament. „Außergewöhnlich“ nennt sein Kollege Cedric das Areal. „Hier gibt es Spielmöglichkeiten, die nicht jeder Spielplatz hat.“ Deshalb freut sich auch Bürgermeister Andreas Koeppen über die „wunderschöne neue Freizeitanlage, die besser nicht hätte gelingen können“.

Im Jahr 2004 kaufte die Stadt das Gelände, auf dem früher das Lokal Freudenthal und danach die Gebäckfabrik Weese ansässig waren. Diese wurde mit Fördermitteln für den Städtebau im Jahr darauf abgerissen, dann zerschlugen sich Ideen für die Nutzung wie Wohnbebauung oder eine Klinik für Koma-
Patienten. 2011 fiel der Beschluss, aus dem Areal ein „Freiraumangebot“ zu machen, für das Sanierungsgebiet östlich der Hindenburgstraße.

Fachfirmen setzten das um, vor allem aber der städtische Bauhof. Dessen Leistungen sind noch nicht abgerechnet, deshalb steht nicht fest, was das Projekt gekostet hat. Veranschlagt waren mehr als eine Million Euro.

Jetzt ist der Hühnerbach geöffnet und nährt den Wasserspielbereich, Kinder können klettern, rutschen, schaukeln, Karussell fahren, im Sand spielen. Claudia Schubert, Leiterin der katholischen Kindertagesstätte St. Ansgar, ist sehr angetan: „Es hat sich wirklich gelohnt. So haben wir wieder einen Anlaufplatz.“

Mit Boule-Fläche, Fitnessgeräten, Spiel- und Liegewiese sowie Sitzgelegenheiten gibt es auch Angebote für Jugendliche und Erwachsene, hinzu kommt ein modernes und schick gestaltetes Toilettenhaus. „Es ist alles ganz wunderschön“, lobt Christa Ziesler. „Es ist ein schöner Spaziergang hier herum“, sagt die 76-Jährige aus dem Kratt. Und auch Inge Przybylski, bis vor einigen Monaten Anwohnerin, ist eigens gekommen, „um das hier mitzuerleben, gerade weil die vielen Kinder hier sind“. Die Jungen und Mädchen interessiert der Regen nicht, dafür ist heute zu viel im Angebot: Spiele in den diversen Pavillons, Stockbrot, Aufführungen, Eis, Currywurst und Fassbrause, alles gratis auf Kosten der Stadt. In der Schlange vor dem Eiswagen steht Leonie und freut sich über den „sehr gut aufgebauten Spielplatz“. Was ihn so gut macht, kann die zehnjährige Fehrs-Schülerin mit vier Worten schnell erklären: „Man kann alles machen.“

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erstellt am 10.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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