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Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 04:59 Uhr

Kanugruppe : Jeden Donnerstag geht es auf die Au

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mitglieder der Kanugruppe Wilster freuen sich über Neueinsteiger / Seglerhafen Langes Rack in den Ferien verwaist

Die Seglervereinigung Wilster und die Kanugruppe Wilster pflegen auf ihrem Vereinsgelände am Ufer der Wilsterau eine gute Nachbarschaft. Naturgemäß sind sie in der Urlaubs- und Ferienzeit viel unterwegs. Insbesondere die Segler verbringen ihren Urlaubszeit meist auf der Ostsee und machen Station in skandinavischen Häfen bis hin in den hohen Norden Schwedens und Finnlands oder wählen Anlaufpunkte in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern bis hin zu polnischen Zielen.

Die auf Reisen befindlichen Yachten sorgen zurzeit für leere Liegeplätze am Yachthafen der Seglervereinigung, „Langes Rack“ zwischen Kasenort und Beidenfleth. Ohnehin werden zurzeit neun freie Plätze für Gastboote freigehalten. 25 Plätze sind an Vereinsmitglieder für deren Motor- und Segelyachten vermietet. An diese Abend dümpelten hier nur noch gut zehn Boote im Wasser der Stör: die „Thetis“, die „Rewika“, der „Brumbär“, der „Sturmvogel“, die „Rih II“, die „Störtebecker“, die „Arielle“, die „Xanadu“, die „Inferno“ und die „Nautilus“. Außerdem hatte eine Yacht aus Meldorf am Langen Rack festgemacht.

Kanuten, die zurzeit noch zuhause geblieben sind, treffen sich bei Wind und Wetter immer donnerstags zu einer kleinen, knapp zweistündigen Paddeltour auf der Wilsterau. Sie startet am Anleger vor dem Bootshaus an der Allee. Dazu holen Uwe Münster (56), Reinhard Frisch (61), Rolf Horstmann (72) und dessen 41-jährige Tochter Iris pünktlich um 18 Uhr ihre Boote aus dem Bootslager der Kanugruppe und setzen sie, mit Gepäck, Regen- und Spritzschutz startklar gemacht, in die Au. „Wir paddeln heute in Richtung Averfleth“, erzählt Rolf Horstmann. Inzwischen sei auch ein junger Afghane, Rezah Akbari, häufig dabei, um mit den Kanuten zu paddeln. Diesmal hatte er offenbar den Start verpasst.

Von den 130 Mitgliedern der Kanugruppe ist etwa die Hälfte aktiv. Sie haben im Bootshaus meist ihre Privatboote eingelagert, aber auch Vereinsboote werden vorgehalten, um Neueinsteigern – die sind jederzeit willkommen – das Mitmachen zu erleichtern und Freude am Kanusport zu vermitteln. Überwiegend sind Einer- und Zweier-Kajaks im Einsatz, aber auch einige Kanadier findet man unter den Vereinsbooten. Im Bootslager haben über 100 Boote ihren Liegeplatz.

Jetzt hat auch die Jugendgruppe ihre Boote wieder zurück nach Wilster gebracht. Jugendwart Ingmar Engel war mit zehn Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren zu einer Sommertour unterwegs und hat mit ihnen in acht Tagen 240 Kilometer auf der Aller ab Müden und auf der Weser bis Dedesdorf kurz vor Bremerhaven bewältigt. „Wir hatten ausnahmslos gutes Wetter und haben unser Regenzeug nicht gebraucht“, erzählt der Jugendwart. Ein besonderes Erlebnis war für die Jugendlichen ein Seehund, der offensichtlich beim Durchschleusen unentdeckt geblieben war und jetzt oberhalb der Wehre auf der Weser herumtollte. „Er hat uns 25 Kilometer weit begleitet“, schwärmt Ingmar Engel. Übernachtet hat die Jugendgruppe entweder in Bootshäusern oder auf Campingplätzen.

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