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Norddeutsche Rundschau

28. April 2017 | 18:08 Uhr

Gut unterwegs : Itzehoer nutzen den Flixbus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Unternehmen ist zufrieden mit Auslastung auf Strecke zwischen Berlin und St. Peter-Ording.

Seit knapp einem Jahr halten grün lackierte Busse auch am Zentralen Omnibus-Bahnhof (Zob) in Itzehoe. Nachdem 2013 durch eine Gesetzesänderung das Monopol der Bahn aufgehoben wurde, gilt der freie Wettbewerb im Fernbusverkehr in Deutschland. Flixbus hat seitdem mit mehr als 90 Prozent Marktanteil fast eine Monopolstellung eingenommen, inzwischen drängt das Unternehmen auch vermehrt auf den internationalen Markt. Wer Fernbus fährt, der fährt Flixbus.

In Itzehoe bietet das Unternehmen seit Anfang 2016 bislang eine Verbindung an: Die Kreisstadt ist Zwischenstation auf der Strecke zwischen Berlin und St. Peter-Ording. Und bei Flixbus sei man „sehr zufrieden, wie Reisende aus Itzehoe das Angebot annehmen“, sagt Pressesprecherin Marika Vetter. „Gerade im Sommer nutzen Fahrgäste die Verbindung.“

Am Itzehoer Zob warten am Freitagnachmittag sieben junge Menschen auf ihre Fahrt in Richtung Berlin. Einer von ihnen ist Timo Ahmedi. Er fährt zum ersten Mal Flixbus, will zum Geburtstag eines Freundes in die Hauptstadt. „Ich finde es gut, dass es die Verbindung gibt“, sagt er. Erwartet hätte er das von Itzehoe allerdings nicht: „Die Stadt ist zu klein.“ Dem stimmen zwei Berliner neben ihm zu, die das Angebot trotzdem regelmäßig nutzen. Gerade sind sie für zwei Wochen zu Besuch in Itzehoe gewesen, erzählen sie. „Ich finde es gut, dass es im Bus Wlan gibt“, sagt Ahmedis Sitznachbarin.

Die Endstationen St.  Peter-Ording und Berlin sind für Flixbus-Nutzer vor allem beliebte Urlaubsziele. „In den Sommermonaten und an Feiertagen erhöhen wir die Frequenzen und fahren bis zu fünf Mal in der Woche“, sagt Marika Vetter: „In beide Richtungen jeweils montags sowie donnerstags bis sonntags.“

Aktuell fahren die Busse Freitag, Sonnabend und Sonntag. Darauf, dass die Busse bei Urlaubern immer beliebter werden, ist man bei Flixbus besonders stolz. „In nur dreieinhalb Jahren ist es gelungen, den Fernbus neben Bahn, Flugzeug, Pkw und Mitfahrzentrale als Alternative für die Urlaubsreise zu etablieren“, sagt Geschäftsführer André Schwämmlein.

Vergangenen Sommer nutzten fünf Millionen Menschen die Busse, um zu Reisezielen innerhalb und außerhalb Deutschlands zu reisen. Berlin steht mit 500 000 Ankünften an der Spitze dieser Liste. Wie viele Menschen die Route von und nach Itzehoe nutzen, will das Unternehmen „aus Wettbewerbsgründen“ nicht verraten. Nur so viel:„Die Verbindung nach Berlin wird auf jeden Fall erhalten bleiben“, sagt Vetter.

Etwa vier Stunden und vierzig Minuten dauert die Fahrt von Itzehoe in die Bundeshauptstadt – mögliche Staus nicht mit eingerechnet. Mindestens 17 Euro verlangt das Unternehmen dafür. Gehalten wird in Hamburg, am Berliner U-Bahnhof Alt-Tegel und am Berliner Zob. Bei Bedarf gibt es auch einen weiteren Stopp in Elmshorn. In Gegenrichtung fährt der Bus von Itzehoe ab sieben Euro in etwa einer Stunde und 50 Minuten über Heide nach St. Peter-Ording – mit Bedarfshalten in Tönning, Garding und Tating.

Trotz aller Zufriedenheit: Auf die Frage, ob Flixbus Itzehoe bald mit weiteren Städten verbindet, hält sich das Unternehmen mit einer Antwort zurück: „Derzeit gibt es keine konkrete Planung. Da wir aber nach wie vor unser Liniennetz in Deutschland erweitern, kann es in Zukunft durchaus sein, dass Flixbus weitere Ziele ab Itzehoe anbietet“, sagt Marika Vetter.

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erstellt am 20.Mär.2017 | 05:00 Uhr

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