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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2016 | 11:05 Uhr

Umfrage : Itzehoer Jugendliche fordern freies WLan

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In einer Umfrage des Jugendparlaments Itzehoe äußern über 2000 Itzehoer Schüler ihre Verbesserungswünsche für die Stadt. Ganz vorne stehen freies WLan und der Beitritt zum HVV.

Sie hätten ihre Ohren nicht nah genug an den Bürgern, wird Politikern immer wieder vorgeworfen. Eine ähnliche Sorge trieb vor den Sommerferien die 14 Mitglieder des Itzehoer Jugendparlamentes um. „Wir hatten festgestellt, dass wir als Parlament zu weit von den Jugendlichen weg sind und gar nicht mehr wissen, was die eigentlich wollen“, sagt Vorsitzender Melvin Schultz. Ein Problem für ein Parlament, das laut Homepage der Stadt Itzehoe dafür sorgen soll, „dass jugendliche Interessen in Itzehoe gehört werden.“

Aus Eigeninitiative starteten die jungen Abgeordneten eine Umfrage, die Abhilfe schaffen sollte. Das Thema: „Was möchte die Jugend in Itzehoe?“. In den Kategorien Haus der Jugend (HdJ), Stadt und Infrastruktur konnten die Jugendlichen angeben, welche Verbesserungen sie befürworten. Auch die Möglichkeit eigene Vorschläge einzubringen gab es. Die Umfragebögen verteilten die Mitglieder des Jugendparlamentes in allen siebten bis elften Klassen an den weiterführenden Itzehoer Schulen. Insgesamt 2003 ausgefüllte Fragebögen bekamen sie zurück. Eine beachtliche Zahl. „Da hatten wir ganz schön was zu tun bei der Auswertung“, sagt Mitglied Dominique Hauschild. Jetzt liegen die endgültigen Ergebnisse vor.

Ein Befund, der die Mitglieder des Jugendparlaments besonders freut, ist das Urteil der Itzehoer Jugendlichen zum Hamburger Verkehrsverbund (HVV). „Wir hatten als Parlament schon vor der Umfrage einstimmig ein Positionspapier verfasst, in dem wir uns für einen HVV-Beitritt ausgesprochen haben“, sagt Schultz, der wie seine Kollegen von den hohen Fahrpreisen zwischen Hamburg und Itzehoe genervt ist. Die befragten Schüler stützen diese Position: Viele Befragte wünschen sich ebenfalls einen Beitritt des Kreises Steinburg zum HVV (siehe Grafik).

Etwas überrascht waren Schultz und Hauschild in der Kategorie „Stadt“ über die ebenfalls hohe Zustimmung für ein flächendeckendes WLan. „Es gibt zwar schon zwei Hotspots bei den Stadtwerken und der Stadtbücherei, aber das reicht nicht aus“, sagt Hauschild. Auch wolle man, dass das Einloggen möglichst unkompliziert vonstatten gehe.

Im und am neuen Haus der Jugend hätten die Jugendlichen am liebsten einen Aufenthaltsraum, eine Leinwand oder auch Spieltische. Verwundert ist Schultz darüber, dass nur eine kleine Minderheit für einen Proberaum im neuen HdJ gestimmt hat. Die Hälfte der Befragten konnte zudem mit dem Begriff HdJ überhaupt nichts anfangen. „Unser Ziel ist es, dass HdJ jetzt wieder mehr in die Köpfe zu kriegen“, sagt er.

Überwiegend zufrieden sind die Schüler beim Thema Infrastruktur mit ihren Schulwegen. Fast alle halten diese für sicher. Die Kategorie „Sonstiges“ nutzten viele Befragte, um ihren Unmut über das Schulsystem auszudrücken. „Näher eingegangen ist darauf aber keiner“, verrät Schultz. Außerdem forderten die Schüler das Parlament auf, sich mehr für den Umweltschutz einzusetzen. Forderungen der Jugend, die sich aus der Umfrage ergeben, wollen die jungen Abgeordneten nun in die Stadtpolitik einbringen.

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erstellt am 24.Okt.2016 | 05:11 Uhr

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