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Norddeutsche Rundschau

03. Dezember 2016 | 01:24 Uhr

Kultur : Itzehoer Hilfe für Künstler aus Uganda

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Sie trennen tausende Kilometer, aber die Kust vereint sie: Die Itzehoerin Cathrin Nottelmann unterstützt den Künstler Nasurudiin Musoke in Uganda.

Es ist eine Freundschaft über Kontinente hinweg: Während eines dreimonatigen Aufenthaltes in Uganda lernte die Itzehoerin Cathrin Nottelmann vor zweieinhalb Jahren den jungen Mann Nasurudiin Musoke, genannt Nash, kennen. Er lebt für die Kunst. Und er hat Talent – das sah Cathrin Nottelmann sofort, als er ihr seine farbenfrohen Werke zeigte: bunte Früchte auf dem Markt, ein Fischerboot im farbenprächtigen Sonnenuntergang, lachende Kinder, wilde Tiere.

Mit Hilfe ihrer Eltern Maren und Volker organisiert Cathrin Nottelmann seither regelmäßig den Transport von Nashs Werken nach Deutschland. Die Familie stellt Ausstellungen auf die Beine, um die Bilder zu verkaufen, und sorgt dafür, dass der Erlös zu 100 Prozent an Nash geht und ihm ein besseres Leben ermöglicht. So konnte der
28-Jährige sich inzwischen ein eigenes Bett leisten und Kosten, die seiner Familie durch Krankheitsfälle entstehen, bezahlen.

Noch bis zum 15. Dezember sind Bilder des afrikanischen Künstlers in der Sparkasse Westholstein am Dithmarscher Platz zu sehen und holen die „Perle Afrikas“, wie Uganda genannt wird, nach Itzehoe. Für die Familie Nottelmann ist es eine besondere Ausstellung – denn inzwischen kennen alle Nash persönlich. Im Februar reiste Cathrin Nottelmann mit ihrem Freund und ihren Eltern nach Uganda, um ihnen das „wunderschöne, vielfältige Land“ zu zeigen. Überall waren die Gäste herzlich willkommen. Vor allem für die Kinder sei es sehr aufregend gewesen, „Bazungu“ (Weiße) zu Hause zu haben und sogar kleine Geschenke wie Süßigkeiten und Fußbälle zu bekommen.

Mit neuen Bildern im Gepäck, von Nash im kleinen Schlafzimmer gemalt, ging es nach vier Wochen zurück. „Die Zeit war einzigartig und unvergesslich“, sagt Cathrin Nottelmann. Die Familie weiß nun, wo der dringend benötigte Erlös der verkauften Bilder landet: „Unsere Unterstützung kommt an!“

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erstellt am 08.Nov.2016 | 11:44 Uhr

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