zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2016 | 05:20 Uhr

Neue Weihnachtsdeko : Itzehoe wird zur „Sternenstadt“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Neue Weihnachtsdekoration für rund 30000 Euro schmückt die Itzehoer Innenstadt. Ein Teil der neuen Sterne waren Billig-Produkte aus China, die schon beim Aufhängen für Pannen sorgten.

Rotes und weißes Leuchten taucht die Straßen Itzehoes in weihnachtliche Atmosphäre, Tausende kleine Kerzen der Lichterketten glitzern. Es sind rund 30  000 Euro, die hier in der Luft hängen. Zu diesem Preis wurde auf Initiative des Stadtmanagements eine neue Weihnachtsbeleuchtung für die südliche Innenstadt zwischen La-Couronne-Platz und Breiter Straße angeschafft. Über 300 große und kleine Sterne sowie zahlreiche Lichterketten zieren nun die Straßenzüge. Zentrales Element ist der bekannte Herrnhuter Stern, der schon seit vielen Jahren den Turm der St. Laurentii-Kirche ziert und nun gewissermaßen auch hinunter in die Straßen der Innenstadt geholt wurde.

„Der missliche Zustand, dass es in der unteren Feldschmiede, unserer zentralen Einkaufslage, überhaupt keine Weihnachtsbeleuchtung gab, hat mich schon seit vielen Jahren gestört“, erzählt Stadtmanagerin Lydia Keune-Sekula von ihrer Idee. Bei einer Begehung im vergangenen Jahr habe man festgestellt, dass es auch in Kirchen- und Breiter Straße ziemlich duster gewesen sei. Das sollte sich ändern.

Gemeinsam mit der Hamburger Dekorationsfirma Luminar sei ein Konzept entwickelt worden. Schnell sei der Blick auf den Herrnhuter Stern gefallen, der den Stern von Bethlehem symbolisiere. „Ich denke, wir haben eine Lösung gefunden, die schön aussieht und uns finanziell nicht überfordert.“ Itzehoe sei nun „Laurentii Sternenstadt“, so der neue Slogan, mit dem das Stadtmanagement für die Dekoration wirbt.

So hübsch die neue Beleuchtung auch ist, beim Aufhängen kam es bereits zu Problemen. Mit dem Teil der Sterne, die direkt aus der Herrnhuter Sternmanufaktur in der Oberlausitz geordert worden seien, sei alles in Ordnung gewesen, so Keune. Einen anderen Teil habe man jedoch bei einer chinesischen Firma bestellt. „Beim Aufhängen dieser Sterne haben wir gemerkt, dass sie nicht dem geringsten Windstoß standhalten.“ Erste Exemplare seien schon wenige Minuten nach der Installation zerfleddert gewesen. Also hieß es Mitte dieser Woche improvisieren: Weitere Original-Sterne aus Herrnhut mussten her, von den Billig-Sternen wurden nur einige wenige verbaut.

Die Anschaffungskosten für die neue Dekoration wurde auf die Eigentümer der Häuser in den betreffenden Straßen umgelegt. Von 100 Anwohnern würden sich knapp 70 mit jeweils 400 Euro beteiligen. „Am Anfang hätte ich nicht gedacht, dass eine so große Bereitschaft vorhanden ist“, so Keune-Sekula. Trotzdem sei noch ein kleiner Restbetrag offen.

An den laufenden Kosten für Wartung, Lagerung und jährliche Montage der Beleuchtung sollen sich die Einzelhändlern, die in den Straßen ansässig sind, beteiligen. Von insgesamt 85 Geschäftsleuten habe sich bislang erst rund die Hälfte bereit erklärt. „Wer also jetzt rausschaut und feststellt, dass alles ganz hübsch geworden ist, darf sich gerne noch melden.“ Die Unterstützer würden auf einer eigens eingerichteten Homepage erwähnt. Ferner haben auch Privatleute die Möglichkeit mitzumachen. Sie können die Sterne in verschiedenen Größen in der Tourist-Information kaufen.

Offizielles „Anleuchten“ der neuen Sterne ist heute am späten Nachmittag, wenn in der St. Laurentii-Kirche um 16 Uhr zunächst Adventslieder gesungen und ab 17 Uhr Turmbesteigungen angeboten werden. Sollten die neuen Lichter auf positive Resonanz stoßen, will Keune-Sekula weitere Teile der Innenstadt erleuchten. Beispielsweise könne man auch den Sandberg in das Konzept mit einbeziehen. „Was wir brauchen, ist nur die grundsätzliche Bereitschaft, sich zu beteiligen.“


> Weitere Informationen unter

www-mein-itzehoe.de

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 27.Nov.2016 | 08:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen