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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 15:19 Uhr

Stadtzentrum : Itzehoe soll schöner werden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Stadtentwicklungsausschuss berät über Konzept für eine attraktive Innenstadt. Drei Schwerpunkte und 30 Einzelmaßnahmen vorgesehen.

Zwei schön gestaltete Plätze, auf denen sich Passanten gerne aufhalten, dazwischen eine Fußgängerzone mit einer hohen Dichte an Geschäften – so etwa soll die Itzehoer Innenstadt aussehen, geht es nach dem Konzept, das im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ erarbeitet wurde. Zum Abschluss der sogenannten „Vorbereitenden Untersuchungen“ legte die Kieler BIG Städtebau GmbH eine 113-seitige Ausarbeitung mit Leitlinien und Vorschlägen zur Sanierung der Innenstadt vor. Morgen soll der Stadtentwicklungsausschuss darüber beraten. Schwerpunkte legt das Konzept auf die Neugestaltung des Theaterumfelds und des La-Couronne-Platzes, außerdem soll ein Flächenmanagement eingeführt werden, um die zentrale Einkaufslage zu stärken.

„Aus stadtplanerischer Sicht macht es Sinn, die beiden Plätze als Freiräume und Aufenthaltsorte zu gestalten“, erklärt Marc Springer, Leiter der Stadtplanungsabteilung im Itzehoer Rathaus. So kommt das Konzept zu dem Schluss: „Der La-Couronne-Platz erfüllt seine Aufgabe als zentraler Aufenthalts- und Kommunikationsort in der Itzehoer Fußgängerzone bislang nur unzureichend.“ Mit einer Umgestaltung solle die Aufenthaltsqualität erhöht werden. Dazu solle der bestehende Pavillon abgerissen, der Platz barrierefrei gestaltet und neu geordnet werden. „Wie das im Detail aussehen kann, werden wir noch diskutieren müssen“, so Springer. Weil bis Ende 2018 noch ein privates Nutzungsrecht auf dem Platz besteht, kann frühestens Anfang 2019 mit den Arbeiten begonnen werden. Auch im Umfeld des Theaters wird es noch einige Zeit dauern, bis tatsächlich erste Bagger anrollen.

Wie genau dieser Bereich gestaltet werden soll, lässt das Konzept offen, konkrete Vorschläge soll ein städtebaulicher Ideenwettbewerb liefern, der schon im nächsten Jahr ausgeschrieben werden könnte. Neben dem Vorplatz des Theaters sollen laut Konzept auch der Theodor-Heuss-Platz, der Busbahnhof und der Parkplatz hinter dem Stör-Caree miteinbezogen werden. Auch die Pläne des Vereins Störauf, die alte Störschleife nachzubilden und einen Wasserlauf in die Stadt zu holen, sollen explizit berücksichtigt werden. „Die Einzelheiten sind bei der Ausschreibung des Wettbewerbs zu klären, in der wir Vertreter verschiedener Initiativen und die Bürger miteinbeziehen werden“, erläutert Marc Springer. Weil die große Leitlinie des Konzepts ist, den zentralen Einzelhandel zu stärken, wird ein Flächenmanagement unter städtischer Regie für unabdingbar gehalten. Grundlage könne die bereits bestehende Matrix für Gewerbeflächen in der Innenstadt sein. „Darüber hinaus gibt uns die Städtebauförderung beispielsweise die Möglichkeit, leerstehende Flächen aufzukaufen, sie zu räumen und wieder anzubieten“, so Marc Springer. Die Stadt solle nicht als Immobilienentwickler auftreten, sondern einzelne Flächen im Sinne der Stadtentwicklung wieder „marktfähig“ machen.

Neben diesen drei großen Schwerpunkten sieht das Konzept insgesamt 30 Einzelmaßnahmen vor, die in den nächsten 15 Jahren nach und nach umgesetzt werden können, darunter auch eine attraktivere Gestaltung der Feldschmiede und der Breiten Straße. Das Investitionsvolumen beläuft sich insgesamt auf 19,5 Millionen Euro, in denen auch Ausgaben von Privatleuten zur Sanierung ihrer Häuser berücksichtigt sind. Für die nächsten Jahre will die Stadt zunächst einen Förderbedarf von 4,8 Millionen Euro beim Land beantragen.

Wenn morgen der Stadtentwicklungsausschuss das Konzept abgesegnet hat, dann werden noch der Finanzausschuss und die Ratsversammlung darüber beraten. Auch die Bürger werden bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Abend des 29. November noch einmal Gelegenheit haben, Stellung zu nehmen. Erst wenn alle Gremien zugestimmt haben, wird der Vorschlag dem Innenministerium vorgelegt. Wenn Kiel grünes Licht gegeben hat, kann sich die Itzehoer Politik an die konkrete Umsetzung der Vorschläge machen.

> Der Stadtentwicklungsausschuss tagt

morgen um 16.30 Uhr im Sitzungszimmer 4

des historischen Rathauses.

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