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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 19:29 Uhr

Fussball-EM : Itzehoe rüstet sich für die Spiele

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die EM-Spiele werden in zahlreichen Kneipen und Bars in Itzehoe übertragen. Für ein großes Public Viewing finden sich keine Sponsoren.

Ein großes Public Viewing wird es in der Kreisstadt 2016 nicht geben, allerdings laden zahlreiche Gastronomen und Veranstalter zum Schauen der Spiele der Fußball-Europameisterschaft ein. In der Relax Sportsbar in der Großen Paaschburg wurde gestern noch fleißig gehämmert und gebohrt. Fahnen anbringen, Fernseher platzieren, Torwand aufstellen: Inhaber Mehmet Sisman hat an alles gedacht . Für die EM hat er den Hof hinter der Bar hergerichtet. „Dort ist täglich ab 14 Uhr geöffnet. Wir zeigen alle Spiele.“ Neben einem Getränkewagen steht auch eine Torwand bereit. „Für die besten Schützen gibt es Überraschungs-Geschenke“, so Sisman.

Fußballgucken unter freiem Himmel ist auch im Cappucino am Sandberg möglich. Im Sommergarten werden dort alle Spiele auf Großleinwand übertragen. „Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt“, sagt Inhaber Rafik Safarov. Ebenso sind in den benachbarten Bars Wangos und Lauschbar Beamer und Leinwand aufgebaut – dort allerdings in den Innenräumen. Auf vier Fernsehern laufen die Spiele in der Bar Hoge Kant am Berliner Platz.

Wer es gemütlich mag, der ist bei der evangelischen Innenstadtgemeinde willkommen. Im Gemeindesaal der St.-Ansgar-Kirche in der Wilhelmstraße werden alle Spiele der deutschen Mannschaft auf Großleinwand gezeigt. „Eine Stunde vor Anpfiff werden wir den Grill anschmeißen und gegen eine kleine Spende Würstchen und Getränke anbieten“, kündigt Gemeindepädagoge Simon Keil an. „Damit auch einige Beilagen auf den Teller kommen, bitten wir um Essensspenden für das Buffet.“

Unterdessen bedauern Gastronomen und Veranstalter, dass es kein großes Public Viewing in Itzehoe gibt und beklagen die hohen Auflagen und Kosten. Das Stadtmanagement habe schon mehrfach die Möglichkeit einer solchen Veranstaltung geprüft, sagt Stadtmanagerin Lydia Keune-Sekula. „Ich hätte richtig Lust darauf, allerdings ist das wahnsinnig aufwendig.“ Vernünftige Ton- und Bildtechnik müsse bereitgestellt, für Toiletten und Sicherheit gesorgt und Gema-Gebühren gezahlt werden. „Über Standbetreiber lässt sich das kaum refinanzieren und genügend Sponsoren finden wir leider nicht.“ Zuletzt hatte es im Jahr 2006 anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland ein privat organisiertes Public Viewing auf den Malzmüllerwiesen gegeben.

Wer also nicht zu Hause auf dem Sofa schauen möchte, muss sich mit dem Angebot der örtlichen Kneipen und Bars begnügen: „Für die richtige Stimmung werden wir schon sorgen“, verspricht Mehmet Sisman. Wer Europameister wird, steht für den Deutsch-Türken bereits fest: „Deutschland gewinnt im Finale 3:2 gegen die Türkei.“


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erstellt am 10.Jun.2016 | 05:00 Uhr

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