zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

23. März 2017 | 21:05 Uhr

Feuerwehr Wilster : In Wilster heulen wieder die Sirenen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Brandschützer wollen auf diese Weise tagsüber mehr Helfer bei Großbränden mobilisieren – und neue Mitglieder werben.

Im Stadtgebiet von Wilster sind drei Alarmsirenen installiert: in der Rumflether Straße bei Surpro, auf der Wolfgang-Ratke-Schule in der Straße Landrecht und dem Neuen Rathaus in der Rathausstraße. Jeden ersten Sonnabend im Monat findet ein Sirenenprobelauf statt, daran hat sich die Bevölkerung gewöhnt. Doch nun kommt eine Neuerung – und eigentlich Rückbesinnung auf alte Zeiten. Die Feuerwehr Wilster wird ab sofort die Sirenen bei größeren Einsätzen wieder anlaufen lassen. „Wir wollen versuchen, so unsere Tagesverfügbarkeit zu verbessern“, begründet Ralf Theede den Schritt.

Der Wehrführer macht sich mit seinem Team schon seit Längerem Gedanken über die Zahl der Einsatzkräfte, die im Ernstfall am Tag erreichbar sind. „Wir sind 58 Aktive in der Wehr, die zum größten Teil auswärts arbeiten“, spricht Theede ein großes Problem an, das viele Wehren plagt. In Wilster sind zirka acht bis zwölf Feuerwehrleute am Tag erreichbar – bei Großbränden viel zu wenig, gerade im Bereich der Atemschutzträger ist dort Nachbesserung nötig. „Vielleicht finden sich auch Mitbürger, denen der Ernst der Lage bewusst ist und die bei uns mitmachen wollen“, hofft Ralf Theede auf neue Mitglieder.

Die Wehr ist in Gesprächen mit Nachbarwehren, um die Tagesverfügbarkeit zu sichern, aber auch dort sieht es ähnlich aus. Ehrenamtliche Feuerwehrmänner dürfen sich nicht an Einsätzen an ihrem Arbeitsplatzstandort einbringen. „Aber Doppelmitgliedschaften sind erlaubt“, weist Theede auf eine Möglichkeit hin, die Wehren in anderen Orten zu unterstützen.

„Wenn früher die Kirchenglocken Feueralarm schlugen, stand jeder Bürger mit einem Eimer bereit, das ist heute natürlich anders.“ Um wirklich jeden zu erreichen, sollen jetzt bei gemeldeten Feuern über die Leitstelle beim Auslösen von Brandmeldeanlagen oder Verkehrsunfällen die Sirenen mit ausgelöst werden. „An Werktagen, also montags bis freitags, in der Zeit von 7 bis 18 Uhr“, kündigt der Wehrführer an. Bei Großbränden kann es vorkommen, dass auch nachts mal die Sirenen heulen. „Aber das ist eigentlich nicht vorgesehen“, betont Ralf Theede.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen