zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

23. März 2017 | 13:26 Uhr

Nahverkehr : Im Stundentakt nach Itzehoe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ab 11. Dezember verkehrt die Schnellbuslinie 6600 zwischen Brunsbüttel und dem Bahnhof in der Steinburger Kreisstadt.

Wer ohne Auto aus der Schleusenstadt nach Itzehoe und von dort weiter Richtung Hamburg unterwegs sein möchte, muss sich auf ein spärliches Nahverkehrsangebot einstellen. Noch. Denn ab dem 11. Dezember soll alles besser werden. Dann nimmt die Schnellbuslinie 6600 ihren Dienst auf – und soll ihrem Namen Ehre machen: 43 Minuten bis zum Itzehoer Bahnhof sieht der Fahrplan vor. Auf der Strecke innerhalb Brunsbüttels gibt es sieben Haltestellen, danach fährt der Bus bis in die Steinburger Kreisstadt durch. Die achte Haltestelle, die Elbfähre, wird bei jeder zweiten Tour angesteuert.

Versuche, die Schleusenstadt besser an den öffentlichen Personenverkehr anzubinden, gab es häufiger. Zuletzt scheiterte eine Linie Richtung Glückstädter Bahnhof am Desinteresse der potenziellen Fahrgäste. Dass nun die DB Regio als Vertragspartner des Landes die Route nach Itzehoe bedient ist auch einem Trick geschuldet. Da der Brunsbütteler Bahnhof nicht wieder in Betrieb genommen werden soll, fährt die Linie 6600 als Schienenersatzverkehr – wie bei Bahnbaustellen, nur diesmal dauerhaft. Vertragspartner der DB Regio ist die Autokraft, die in Dithmarschen ohnehin den Nahverkehr betreibt. Die Kosten für den Schnellbus trägt das Land.

Wichtig ist vor allem die Anbindung in Itzehoe. Da soll es reibungslos laufen, sagt Jacqueline Pusch von der Straßenverkehrsgenossenschaft Südwestholstein (SVG), einer Nahverkehrsgemeinschaft der Kreise Dithmarschen, Pinneberg und Segeberg: „Der Fahrplan ist auf die Zugabfahrten und Zugankünfte in Itzehoe ausgerichtet, so dass ein Übergang vom Schnellbus auf den Regionalexpress 6 nach Hamburg-Altona möglich ist. Umgekehrt können Fahrgäste aus Hamburg-Altona in Itzehoe auf die Linie 6600 umsteigen. Die Umsteigezeit in Itzehoe beträgt stets zehn Minuten.“

Auf der Linie gilt der SH-Tarif: vom Zob in Brunsbüttel bis zum Bahnhof in Itzehoe werden 3,20 Euro fällig, die Tageskarte kostet 9,60 Euro. Pendler können auf die bekannten Wochenkarte (26,10 Euro), die einfache Monatskarte (75,50 Euro) oder das Monatsticket im Abo (62,92 Euro) zurückgreifen. Dafür reisen die Fahrgäste nach Auskunft von Jacqueline Pusch in komfortablen Neufahrzeugen der Marke Iveco. Armlehnen und Klimatisierung sind an Bord ebenso selbstverständlich wie WLan.

In Brunsbüttel werden einige Haltestellen umbenannt. Das sei kürzer und daher prägnanter, sagt Jacqueline Pusch von der SVG. So heißt es zukünftig „Elbfähre“ statt „Fähranleger zum Elbdeich“, „Jakobuskirche“ statt „Zur Traube“ und „Kanalfähre“ statt „Fähre Nord“. Einige der Haltestellen werden mit finanzieller Unterstützung des Kreises Dithmarschen barrierefrei umgebaut, der Zob wird in diesem Zusammenhang im kommenden Jahr komplett saniert (wir berichteten).


Bessere Anbindung nach Norden


Nicht nur nach Itzehoe soll es ab Sonntag kommender Woche reibungsloser mit dem Bus gehen. „Durch die Abstimmung der einzelnen Fahrpläne der Linien 2582 (Heide-Meldorf), 2583 (Meldorf-Marne) und 2584 (Marne-Brunsbüttel) ergibt sich eine durchgängige Verbindung zwischen Heide und Brunsbüttel an allen Wochentagen per Taktverkehr“, betont Jacqueline Pusch. Und, auch das ist interessant: „Die überplanten Linien sind in Heide auf die Zugankünfte sowie –abfahrten ausgerichtet und in Brunsbüttel auf den Schnellbus. So dass am Zob in Brunsbüttel von der Linie 2584 direkt auf den Schnellbus umgestiegen werden kann.“ Fünf Minuten sind dafür eingeplant. Unterm Strich, so Pusch, profitiere nicht nur Brunsbüttel, sondern das gesamte südliche Dithmarschen von den Verbesserungen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen