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Norddeutsche Rundschau

30. August 2016 | 11:06 Uhr

Charlottenhöhe : Im März soll die Entscheidung fallen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mehrere Interessenten für ehemaliges Kreis-Jugendaufbauwerk Charlottenhöhe in Oelixdorf. Noch sind Detailfragen zu klären

Das Thema ist ein Dauerbrenner – und ein unangenehmer zudem. Seit mehr als drei Jahren beschäftigt das ehemalige Kreis-Jugendaufbauwerk Charlottenhöhe in Oelixdorf die Verwaltung ebenso wie die Politiker – in der Gemeinde selbst, aber vor allem auf Kreisebene. Jetzt könnte noch einmal richtig Bewegung in die Geschichte kommen. Und vielleicht ist das Thema schon im März vom Tisch.

Im Finanzausschuss des Kreises teilte Manfred Hauptmann am Dienstagnachmittag mit, dass es inzwischen mehrere Interessenten für die Immobilie in exponierter Lage im Außenbereich gibt. Der Kämmerer betonte aber, dass sich der Kreis letztlich auf „einige wenige“ konzentrieren werde. Es seien aber noch Details zu klären.

Auf Nachfrage wurde Hauptmann etwas konkreter: „Es geht im einzelnen insbesondere um den Nachweis der Solvenz und um entsprechende Konzept.“ Letztere müssten mit den rechtlichen Gegebenheiten und Voraussetzungen übereinstimmen. „Wir haben uns mit der Gemeinde Oelixdorf dahingehend geeinigt, dass die Voraussetzungen vorhanden sein müssen, damit die Gemeinde nicht plötzlich mit einem Ruinengrundstück dar steht.“

Weiter wollte Hauptmann, der in dieser Angelegenheit den erkrankten Kreisdezernenten Friedrich Stork vertrat, im öffentlichen Teil der Sitzung nicht ins Detail gehen. Er wagte aber den Ausblick, dass, sollten alle offenen Fragen bis dahin geklärt sein, schon im März im Kreistag eine Entscheidung fallen könnte. „Dann wäre das Thema vom Tisch.“ Timo Nickels (CDU): „Das wäre sehr schön. Sie kennen unsere Meinung, dass die Angelegenheit so schnell wie möglich über die Bühne gehen muss. Ich habe jedenfalls keine Lust, noch einmal drei Jahre damit herumzuhökern.“

Im Dezember vergangenen Jahres hatte der Kreis als Besitzer einen letzten Versuch gestartet, den seit 2012 leer stehende Gebäudekomplex doch noch zu verkaufen. Das Jugendaufbauwerk gilt eigentlich als Filetgrundstück in exponierter Lage mitten im Wald mit Blick auf die Stör. Die Lage ist aber auch das Problem: Die Gebäude halten den Abstand zum Wald nicht ein – eine Nutzung ist nur im bisherigen Rahmen genehmigungsfähig. Und da liegt bereits das nächste Problem, denn die bestehenden, maroden Gebäude müssen mit erheblichen Aufwand renoviert werden. Sollte sich kein Käufer finden, müsste der Kreis noch einmal tief in die Tasche greifen. Mit rund 240  000 Euro werden die Abbruchkosten veranschlagt. Dann, so hatte der Kreis entschieden, solle das Gelände an den Naturschutz gehen.

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erstellt am 11.Feb.2016 | 16:29 Uhr

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