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Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 07:00 Uhr

Im Freibad herrschte häufig Ebbe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schwimmmeister zieht ernüchternde Bilanz eines verregneten und kalten Sommers / Sonnabend zum Saisonabschluss ein großer Sprungwettbewerb

Dunkle Wolken, Regen, Wind, das Bad leer, nur einzelne Besucher ziehen einsam ihre Bahnen. Ebbe nicht nur in der Elbe, Ebbe herrschte in diesem Sommer häufig auch im „Freibad an Diek“ in Brokdorf – zumindest, was die Besucherzahlen angeht. Um die Saison wenigstens mit einer gelungenen Veranstaltung abzuschließen, gibt es am letzten Badetag noch einmal ein Highlight: Morgen richtet das Brokdorfer Freibad wieder einen Sprungwettbewerb aus. Ab 14 Uhr geht es für die Teilnehmer darum, bei Sprüngen vom Sprungturm möglichst viel Wasser zu verdrängen. „Man könnte es auch Arschbombenwettbewerb nennen“, sagt Schwimmmeister Lutz Stüven.

Gesprungen wird in zwei Alterklassen: unter 12 und über 12 Jahren, jeder Teilnehmer springt zweimal. Die Sprünge werden von einer vierköpfigen Jury bewertet. Den drei Bestplatzierten jeder Altersklasse winken Preise. „Zudem zeichnen wir den schönsten Sprung des Wettbewerbs mit einem Preis aus“, sagt der Organisator und Vorsitzende des Kultur- und Sportausschusses, Olaf Stahl.

Am letzten Badetag dürfen die Gäste wie in den Vorjahren auch in Kleidung schwimmen, so dass dies auch beim Sprungwettbewerb gilt. „Sie sollen gerne in origineller Kleidung kommen“, so Olaf Stahl. „Für die beste Verkleidung vergeben wir ebenfalls einen Preis.“ Die Teilnahme am Sprungwettbewerb sowie der Eintritt ab 12 Uhr sind kostenlos. (Anmeldungen für den Sprungwettbewerb unter Telefon 04829 1211 oder per e-Mail unter freibad.brokdorf@googlemail.com sowie direkt bei der Badeaufsicht).

An diesem Aktionstag könnte die durchwachsene Bilanz des Sommers wenigstens noch ein bisschen abgemildert werden. Meist sah das nämlich so aus wie an einem exemplarischen Tag: Außentemperatur: 11 Grad Wassertemperatur: 23 Grad. Aufgrund der Kühle zogen Nebelschwaden über das Schwimmbecken. „Wir hatten zwar wie immer 20 bis 40 Früh- oder Spätschwimmer, die ihre Bahnen regelmäßig zogen“, resümierte Schwimmmeister Lutz Stüven, „aber sonst ist die Bilanz ist ähnlich durchwachsen wie im letzten Jahr.“ Der unbeständige Sommer war einfach zu kalt für unbeschwerte Tage am Brokdorfer Deich. So kommt das Bad auf eine Gesamtzahl von etwa 22  000 Besuchern. Dabei fing die Saison ganz gut an. „Im Mai war es so gut wie selten“, sagt Stüven. „Da hatten wir 5300 Gäste in drei Wochen.“

Aber dann kamen die Schlechtwetterperioden des Sommers mit viel Regen, Wind und vor allem Bewölkung, die die Menschen vom Freibadbesuch abhielten. So waren es im Juni nur 7500 Gäste, im Juli mit 7700 Besuchern nur knapp mehr. Noch schlechter sah es im verregneten August aus. „Da kam das Bad nur auf insgesamt knapp 3000 Gäste.“ Da fallen die drei letzten Tage im September auch nicht mehr ins Gewicht. Dabei gab es aber – worüber sich das Schwimmbadteam sehr freute – auch gute Tage. So verzeichnete das Freibad die höchste Besucherzahl am Sonntag, 5. Juni, mit 1140 Besuchern – bei 26 Grad, Sonne und klarem Himmel.

Ganz im Gegensatz zu Sonntag, 3. Juli, da waren es nur 83 Gäste bei 14 Grad, Bewölkung, Regen und Wind – Minusrekord! So verzeichnete das „Freibad an Diek“ durchschnittlich 226 Besucher pro Tag.

Nun wird das Bad bis Oktober wieder winterfest gemacht. Parallel dazu werden sie auch schon im Elbe Ice Stadion (EIS) aktiv. Denn am Freitag/Sonnabend, 15./16. Oktober startet dann wieder die Eissaison mit dem Eishockeycamp und einer Kinder-Eis-Disco (Sonnabend, 15. Oktober, 14.30 bis 18 Uhr).

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erstellt am 01.Sep.2016 | 16:45 Uhr

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