zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2016 | 15:00 Uhr

Neues Kreishaus : Ideenwettbewerb auf der Zielgeraden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Architekten und Fachjury stellen Zwischenstand der Planung für Kreishaus vor. Konzept soll im Dezember stehen.

Wird es das eine Kreishaus oder ein Ensemble von mehreren Gebäuden geben? Werden die historischen Häuser an der Viktoriastraße in die Nutzung einbezogen? Und wie viele Aufzüge braucht man eigentlich, um alles barrierefrei zu gestalten? Um Fragen wie diese drehte sich die jüngste Informationsveranstaltung der Kreisverwaltung zu den Neubauplänen. Rund 50 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, direkt mit den beteiligten Architekten des Ideenwettbewerbs ins Gespräch zu kommen, bevor diese ihre finalen Entwürfe im September vorlegen.

Eingeladen waren neben Vertretern der Politik aus Kreis und Stadt Itzehoe auch Mitarbeiter der Kreisverwaltung sowie jene Bürger, die sich bereits bei den vorherigen Workshops eingebracht hatten. Fünf Entwürfe für ein neues Kreishaus – ausgewählt von einer Fachjury im Rahmen eines Ideenwettbewerbs – waren dort vorgestellt worden. Nun haben die Planer die Anregungen aus den Workshops ebenso in ihre Entwürfe aufgenommen wie die Bewertung des Landesamtes für Denkmalpflege (wir berichteten). Der Reihe nach stellten sie ihre überarbeiteten Versionen vor.

Zunächst erklärte aber Christiane Thalgott, ehemalige Stadtbaurätin von München und Professorin für Architektur an der Technischen Universität der bayrischen Landeshauptstadt, als Vorsitzende der Fachjury, was deren Prämissen bei der Auswahl der vorliegenden Entwürfe waren. „Uns war es wichtig, dass die Viktoriastraße als repräsentative Straße in ihrer Bedeutung für die gesamte Stadt Itzehoe gestärkt wird“, so Thalgott. Zu vermeiden sei dabei, dass die Karlstraße zur „Hundehütte“ des Neubaus werde. Aus dem Blick geraten dürfe zudem nicht die Funktionalität des Gebäudes, das Arbeitsplatz der Kreisverwaltung sein soll. Es müsse gelingen, „Nutzbarkeit und Repräsentativität des Neubaus in Einklang zu bringen“.

Bei der anschließenden Präsentation der überarbeiteten Entwürfe waren die angereisten Architekten spürbar bemüht, die bisher an ihren Ideen geäußerte Kritik zu zerstreuen. So war an mehreren Entwürfen bemängelt worden, sie zerstörten durch eine monolithische Fassade in Richtung Karlstraße deren Charakter völlig. Die Planer reagierten darauf in ihren Entwürfen, indem sie beispielsweise die Gebäudehöhe absenkten oder die Fassade feingliedriger gestalteten, um sie weniger „blockartig“ erscheinen zu lassen.

Anschließend wurden die jeweiligen Entwürfe in kleinen Gruppen mit den Architekten diskutiert. Die Ergebnisse wurden dokumentiert. Sie sollen nun erneut in eine Überarbeitung einfließen, bevor die fünf Büros dann Ende September ihre finalen Pläne vorlegen.

„Die fünf Entwürfe werden dann erneut öffentlich präsentiert. Dann wird eine Kommission der Verwaltung daraus ein Konzept für den Neubau erstellen“, erklärt Peter Althoff, Projektleiter im Kreisbauamt, das weitere Verfahren. „Wenn alles wie geplant klappt, werden dort die Vorzüge der jeweiligen Ideen vereint und wir können der Politik ein beschlussfähiges Konzept vorlegen.“ Ziel sei ein Beschluss des Kreistages noch in diesem Jahr – vermutlich im Dezember. Althoff ist zuversichtlich, auf diesem Weg mögliche Konflikte bereits vor der Erstellung des finalen Konzeptes zu lösen. „Wir haben jetzt wieder einen Zwischenstand bekommen, und die Planer können nun die Meinungen und Eindrücke aller Beteiligten mitnehmen und ihre Entwürfe erneut entsprechend anpassen.“
>

Die fünf Entwürfe sind online unter www.steinburg.de einzusehen.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 06.Aug.2016 | 07:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen