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Norddeutsche Rundschau

29. April 2017 | 23:30 Uhr

Medizin : Hygiene schützt vor Wundkeimen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

68 Medizinische Fachangestellte und Ärzte aus den Kreisen Steinburg und Dithmarschen nehmen Fortbildungsangebot in Heiligenstedten wahr.

Multiresistente Keime – eine Wunde, die nicht abheilt. Welche Hygienemaßnahmen sind zur Wundbehandlung und zum Eigenschutz von Medizinischen Fachangestellten und Ärzten notwendig? Dem Themenkomplex ging ein Fortbildungsangebot der Praxis Dr. Jörg Wendtland aus Wilster und des Pharmaunternehmens Pohl-Boskamp aus Hohenlockstedt nach. 68 Teilnehmer zählte Organisatorin Anne Göttsche (Praxis Wendtland), vornehmlich Medizinische Fachangestellte (früher Arzthelferinnen) aus den Kreisen Steinburg und Dithmarschen, im Veranstaltungssaal der Gaststätte Zur Erholung in Heiligenstedten. Zum dritten Mal hatte sie die Bildungsmaßnahme auf die Beine gestellt, „damit sich auch Arzthelferinnen treffen und über berufliche Themen austauschen können“, erklärte Anne Göttsche den Beweggrund des Projekts.

Ähnlich dem Ärztetreffen, steht ein wissenschaftlicher Teil im Mittelpunkt. Diesmal das Wundmanagement. Als Referentinnen dazu eingeladen waren Gabriele Lorenzen-Fey, Leitende Hygienefachkraft am Klinikum Itzehoe, Ellen Eichberger und Birgit Lahl, beide Wundexpertinnen des Klinikums.

Bei der Begrüßung dankte Jörg Wendtland seiner Mitarbeiterin Anne Göttsche für die Organisation des Nachmittags und Roswitha Rambke von Pohl-Boskamp für die Unterstützung der Veranstaltung. Und er wies auf die in Praxen ebenso wie im Krankenhaus so notwendigen Hygienemaßnahmen nach hohem Standard hin. Viel habe sich auf diesem Sektor in den vergangenen Jahren getan. „Wenn ich an Hygieneanforderungen noch vor 20 oder 25 Jahren denke, bekommt man heute das Grausen“, so Wendtland. Die Medizinischen Fachangestellten würden natürlich viel Grundwissen mitbringen, doch Hygienevorschriften seien im ständigen Wandel – und darum sei die Veranstaltung eine gute Gelegenheit, mit den Hygiene-Profis ins Gespräch zu kommen. „Heute ist Wundmanagement sehr wichtig“, bekräftigte Anne Göttsche gerade im Hinblick auf Patienten mit chronischen Wunden. Dabei gehe es sowohl um die fachgerechte Wundversorgung als auch um den Eigenschutz des Praxispersonals und die richtige Entsorgung des Wund-Materials.

Unterteilt in drei Gruppen machten sich dann die Teilnehmer daran, Wissen über Hygieneanforderungen und Wundbehandlung auszutauschen, aufzufrischen oder vielleicht auch Neues zu erfahren. Dabei ging es um die hygienischen Voraussetzungen beim Verbandwechsel ebenso wie um die perfekte Wunddokumentation, die übrigens vorgeschrieben ist. „Es geht darum, die Kommunikation zwischen Klinik und Praxen zu stärken“, unterstrich Gabriele Lorenzen-Fey das Ziel. Während sie über Hygienemaßnahmen referierte und dabei unter anderem per UV-Licht deutlich machte, wann Hände gründlich desinfiziert sind, gaben Ellen Eichberger und Birgit Lahl einen Überblick zur richtigen Wundversorgung.

Mit dem Verlauf des Seminars zeigten sich Anne Göttsche und Roswitha Rambke überaus zufrieden. Auch im nächsten Jahr wollen die Praxis Wendtland und Pohl-Boskamp wieder gemeinsam eine Fortbildungsveranstaltung anbieten. 

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