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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 17:27 Uhr

Hunde an die Leine, Katzen ins Haus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Auswirkungen der Geflügelpest sind jetzt auch in der Wilstermarsch angekommen

Nach dem Fund einer infizierten Möwe in Burg/Dithmarschen werden die Vorsichtsmaßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest nun auch im Kreis Steinburg spürbar. Fast unbemerkt von einer breiten Öffentlichkeit wurden von der Veterinärbehörde in Itzehoe jetzt fünf Gemeinden entlang des Nord-Ostsee-Kanals zum Teil zu Sperrgebieten erklärt. Noch mehr Orte unterliegen jetzt den in einem Beobachtungsgebiet geltenden Bestimmungen. Für alle Besitzer von Haustieren heißt das: Hunde müssen an die Leine, Katzen dürfen nicht mehr frei herumlaufen.

Nach einer Überprüfung durch das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hatte sich herausgestellt, dass die in Dithmarschen gefundene Möwe mit dem gefährlichen Erreger H5N8 infiziert war. Folge: Ein Radius von drei Kilometern rund um den Fundort wurde zum Sperrbezirk erklärt. Betroffen sind damit auch Teile der Gemeinden Ecklak, Aebtissinwisch und Neuendorf-Sachsenbande in der Wilstermarsch sowie Vaale und Gribbohm in angrenzenden Ämtern. Während für Halter von Federvieh ohnehin schon generelle Stallpflicht gilt, gibt es in dem genannten Bereich jetzt noch verschärfte Hygiene- und Meldepflichten. So dürfen zum Beispiel betriebsfremde Personen keine Ställe mehr betreten, in denen Hühner, Gänse oder Enten untergebracht sind. Auch die Jagd auf jede Art von Federvieh ist generell untersagt.

Über das Sperrgebiet hinaus wurde im Rahmen der tierseuchenbehördlichen Allgemeinverfügung ein Beobachtungsgebiet in einem Umkreis von zehn Kilometern rund um Burg ausgewiesen. In diesem Bereich sind die Vorgaben für Geflügelhalter nicht ganz so streng. Aber auch dort gilt natürlich weiterhin Stallpflicht. Betroffen sind ebenfalls alle Halter von Hunden und Katzen, deren Tiere auch dort nicht mehr frei herumlaufen dürfen. Im einzelnen gilt das für die übrigen Teile der Sperrbezirks-Gemeinden sowie für die kompletten Gemeindegebiete von Kudensee, Büttel, Landscheide, St. Margarethen, Nortorf, Moorhusen, Kleve, Vaalermoor, Nutteln, Wacken, Bokelrehm, Holstenniendorf und Besdorf. „Ein milderes Mittel, um eine weitere Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern, ist nicht ersichtlich“, urteilt Torsten Wendt, der die Verfügung als Landrat gezeichnet hat. Gleichzeitig macht er deutlich, dass man die Vorgaben ernst nehmen solle. Bei vorsätzlichen oder fahrlässigen Verstößen drohen Strafen von bis zu 30  000 Euro. Die Dauer der Maßnahmen ist noch unklar. Laut amtlicher Mitteilung „bis auf Weiteres“.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 17:11 Uhr

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