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Norddeutsche Rundschau

10. Dezember 2016 | 19:35 Uhr

A 23 : Horror-Unfälle auf der Autobahn

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zwei Lkw fahren auf der A23 innerhalb kurzer Zeit nahezu ungebremst in Stauende / Eine Frau lebensgefährlich verletzt

Mindestens vier Verletzte forderten gestern Mittag zwei Verkehrsunfälle auf der Autobahn 23 zwischen den Anschlussstellen Hohenfelde und Lägerdorf. Eine Frau wurde dabei schwer verletzt, eine weitere kämpft um ihr Leben. Zwei Lkw-Fahrer hatten offenbar das Stauende übersehen und waren mit voller Wucht aufgefahren. Sie kollidierten mit insgesamt fünf Fahrzeugen. Durch den Aufprall wurde ein Auto völlig zerstört, ein weiterer Pkw auf die Seite geworfen.

Es war kurz vor 12 Uhr als sich auf der Autobahn Richtung Norden vor der Anschlussstelle Itzehoe-Süd ein erster Unfall ereignete. Laut Autobahnpolizei Elmshorn hatte sich dort vor einer Fahrbahnverengung wegen einer Tagesbaustelle ein Stau gebildet. Ein Lastwagenfahrer (64) aus dem westfälischen Recklinghausen bemerkte diesen zu spät – nach eigenem Bekunden war er gerade in seine Papiere vertieft gewesen. Ungebremst fuhr er in das Stauende, prallte gegen einen Audi 6 und stieß ihn quer zur Fahrbahn gegen die Mittelleitplanke. Von dort prallte das Fahrzeug zurück. Der Fahrer wurde leicht, seine Beifahrerin schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt ins Klinikum Itzehoe gebracht. Infolge dieses Unfalls bildete sich ein etwa fünf Kilometer langer Rückstau.

Und auch dieser wurde einem Lkw-Fahrer zum Verhängnis. Gegen 12.14 fuhr er ebenfalls nahezu ungebremst auf insgesamt vier Fahrzeuge auf. Der Laster kam an der Mittelleitplanke zum Stehen. Den Einsatzkräften bot sich dort ein erschreckender Anblick, wie der Lägerdorfer Wehrführer Stefan Springer angesichts der zerstörten Fahrzeuge gegenüber unserer Zeitung sagte. Die Feuerwehr war mit elf Einsatzkräften vor Ort, um Hilfe zu leisten. Die Fahrzeuginsassen waren nicht eingeklemmt, bei Eintreffen der Wehr hatten sich bereits Ersthelfer um die Verletzten gekümmert. „Wir haben dann den Rettungsdienst unterstützt und die Unfallstelle gesichert“, berichtete Springer. Vier Rettungsfahrzeuge und ein Notarzt waren im Einsatz. Laut Polizei wurde dabei eine 76-jährige Hamburgerin lebensgefährlich verletzt und per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Stundenlang war die Autobahn Richtung Norden komplett gesperrt, die Folge: ein Verkehrschaos. Über die Anschlussstelle Horst wurden die Fahrzeuge umgeleitet – über Groß-Offenseth, Brande-Hörnerkirchen, Westerhorn und Hohenfelde. Bei der Anschlussstelle Itzehoe-Süd gelangten die Fahrer dann wieder auf die Autobahn.

Zwischenzeitlich wurden die im nachfolgenden Stau ausharrenden Auto- und Lkw-Fahrer einspurig durch die Unfallstelle gelotst, nachdem die Verletzten in die Klinik gebracht worden waren. Nach dem Abtransport der Autos gestaltete sich die Bergung des Lasters als aufwendig, am späten Nachmittag war ein Unternehmen vor Ort, um den Lkw abzuschleppen. Erst gegen 18 Uhr konnte die Autobahn wieder freigegeben werden.

 

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erstellt am 16.Aug.2016 | 19:19 Uhr

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