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Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 05:32 Uhr

Sauberer Ort : Hohenlockstedts Bürgermeister zieht Rote Karte

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wer seiner Reinigungspflicht nicht nachkommt, soll noch eine letzte Frist bekommen – bevor er zahlen muss.

„Hohenlockstedt könnte ein so schöner Ort sein, wenn alle dazu einen Teil beitragen und ihren Pflichten nachkommen würden“, sagt Jürgen Kirsten (SPD). Der Bürgermeister ist verärgert, dass einige Grundstückseigentümer trotz freundlicher Ermahnungen immer noch nicht ihrer Reinigungspflicht nachkommen. „Rinnsteine und Parktaschen sind begrünt - das darf nicht sein“, sagt der Gemeindechef. Er weist darauf hin, dass laut Satzung die Straße bis zur Mitte gereinigt werden müsse.

Besonders enttäuscht zeigt sich Kirsten, dass bei einigen Bürgern weder das direkte Ansprechen noch eine per Post zugestellte Mitteilung zum gewünschten Erfolg geführt beigetragen hätten. Hinzu komme, dass einige Anwohner wohl „vergessen“, dass sie Anlieger von zwei Straßen sind. „Vorne vor dem Haus ist alles gereinigt, hinter dem Grundstück aber sieht es aus…. Mir fehlen manchmal die Worte.“ Er könne diese Art von Nachlässig-, Sorglosig-, und Gleichgültigkeit weder verstehen noch hinnehmen. Insbesondere bei Unwetter mit Starkregen sei es deshalb nicht verwunderlich, dass die verstopften Gullis keine Wassermengen mehr aufnehmen könnten und es zu Überflutungen komme. „Ich appelliere daher noch einmal an alle Anwohner, ihren Rinnstein sauber zu halten oder ihn schnellstens zu reinigen.“ Der Bürgermeister weist zudem darauf hin, dass das Abstellen von Müllsäcken auf Gemeindegrund und auf Baumscheiben untersagt ist. „Am unverständlichsten ist es, dass die Säcke sogar auf Bepflanzungen gestellt werden“, empört sich der Gemeindechef weiter.

Er werde dieses Thema während der nächsten Bauausschusssitzung ansprechen und gleichzeitig auch den Vorschlag machen, dem Beispiel der Stadt Krempe mit der „Roten Karte“ zu folgen. „Das ist dann eine letzte Aufforderung zur Beseitigung der Missstände“, erklärt Kirsten das geplante Vorhaben. Eigentümern und Vermietern werde so noch eine Frist von zehn Tagen eingeräumt. „Danach wird auf dem Wege der Ersatzvornahme gehandelt“, betont Kirsten und weist damit auf die dann vom Bauhof ausgeführten und in Rechnung gestellten Arbeiten hin. Sollte dieser Vorschlag vom Bauausschuss und der Gemeindevertretung angenommen werden, haben die Grundstückseigentümer folgende Punkte zu beachten – oder zu bezahlen: Heckenrückschnitt, das Entfernen von Sichtbehinderungen durch Gewächse und Zäune sowie die Säuberung, Reinigung und das Befreien von Grünbewuchs auf den Gehwegen, Rinnsteinen, Parktaschen und Straßen. „Schließlich wollen wir doch alle, dass unsere Gemeinde weiterhin ansehnlich bleibt“.

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