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Norddeutsche Rundschau

28. September 2016 | 07:09 Uhr

Termin steht : Hertie-Haus unter dem Hammer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Am 14. Januar 2014 wird das Itzehoer Hertie-Haus zwangsversteigert – wenn nicht vorher die Steuerschulden gezahlt werden. Parallel laufen die Bemühungen um einen Verkauf der Immobilie weiter.

Es sind fast 5500 Quadratmeter in der Mitte der Mitte, und sie sind seit mehr als vier Jahren das größte Problem der Innenstadt. Jetzt kommen die beiden Grundstücke mit dem ehemaligen Hertie-Haus, der angrenzende Parkplatz sowie das verfallende ehemalige Karstadt-Sporthaus in der Breiten Straße unter den Hammer. Das Amtsgericht hat den Termin für die Zwangsversteigerung auf den 14. Januar 2014 festgesetzt. Ob es tatsächlich dazu kommt, ist allerdings offen.

Morgens um 8.30 Uhr soll in Gerichtssaal 1 das „Gewerbeobjekt“ Hertie-Haus zur Versteigerung aufgerufen werden, inklusive Parkplatz und Störgang, der von der Breiten Straße zum Theater führt. Das Haupthaus bietet, so die im Internet veröffentlichen Angaben, rund 9000 Quadratmeter Nutzfläche. Ende der 1950er Jahre sei es gebaut, kurz vor der Jahrtausendwende umgebaut und modernisiert worden. Aktuell wird dem Hertie-Haus ein „unterdurchschnittlicher Erhaltungszustand“ bescheinigt, es bestehe „erhöhter Instandsetzungs-/ Modernisierungsrückstand“. Der Verkehrswert wird mit 653000 Euro angegeben. Bei dem benachbarten alten Sporthaus sind es nur 6000 Euro, denn das vor 1900 errichtete Gebäude ist in einem „wirtschaftlich verbrauchten und ungenügenden baulichen Gesamtzustand“. Dieser Termin ist am selben Tag auf 8.45 Uhr festgelegt.

„Es ist der erste Versteigerungstermin“, bestätigt Amtsgerichtsdirektorin Sabine Wudtke. Er basiert auf einem Antrag der Stadt, der mehr als zwei Jahre her ist. Denn unter anderem war das „dicke Gutachten“ zu den Immobilien und Grundstücken zu erstellen. Hintergrund sind bis in das Jahr 2008 zurückreichende Forderungen der Stadt aus Grundsteuer sowie Kosten für die Reinigung rund um das Gebäude. Zu der Höhe des Betrags sagt Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen nichts, er soll aber nach Informationen unserer Zeitung im unteren sechsstelligen Bereich liegen. „Es blieb nur der Weg, in die Zwangsversteigerung zu gehen“, so der Verwaltungschef. „Wir haben den Wunsch, dass das Geld, was uns zusteht, in irgendeiner Art und Weise wieder auf unser Konto muss.“ Allerdings hält er es für eher unrealistisch, dass es am 14. Januar wirklich zur Versteigerung kommt. In Städten wie Schleswig sei das kurz vor dem Termin noch durch Begleichen der Forderung abgewendet worden.

Passiert das nicht, könnte der vorhandene Interessent für das Hertie-Haus die Immobilie in der Versteigerung günstig erwerben. Das werde die Stadt aber nicht abwarten, sondern die Bemühungen weiterverfolgen, das Gebäude an den Mann zu bringen, sagt Koeppen: „Natürlich müssen und wollen wir parallel weiterarbeiten.“ Gestern erst hatte er mit dem Interessenten wieder Kontakt. Die aktuelle Stimmungslage beschreibt der Bürgermeister vorsichtig: „Verhaltener Optimismus.“

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erstellt am 21.Nov.2013 | 05:00 Uhr

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