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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 02:55 Uhr

Herrchen in Haft – Sunny sucht neues Zuhause

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ordnungsamt bringt verwaisten Staffordshire-Terrier erst einmal in Hundepension unter

Als die Polizei mit einem Haftbefehl anrückte, durfte der Mann seinen Hund nicht mitnehmen. Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres sorgt die Justiz dafür, dass das Ordnungsamt Wilstermarsch sich um einen Vierbeiner kümmern muss. Damals ebenfalls in St. Margarethen gingen Labrador-Mix Jack und Schäferhündin Lady in behördliche Obhut über. Die beiden Hunde wurden zunächst in der Tierpension von Maren Jahn in Stördorf untergebracht und fanden dann schnell ein neues Zuhause.

Darauf hofft Ordnungsamtsleiter Thorsten Franck auch diesmal. Bei dem herrenlos gewordenen Hund handelt es sich um einen drei bis vier Jahre alten Staffordshire-Terrier. „Das ist ein ganz Feiner, er hat ein gutes Herz“, urteilt Hundeexpertin Maren Jahn. Bei ihr habe sich Sunny innerhalb weniger Tage gut eingelebt.

Maren Jahn geht davon aus, dass in dem Tier auch ein bisschen Labrador steckt. Rottweiler sei jedenfalls definitiv nicht drin. In jedem Fall sei er gepflegt und gesund. Auch die Grundbefehle akzeptierte er auf Anhieb. „Sitz! Platz! Bleib! Das kennt er alles. Nur mit der Leinenführung klappt es noch nicht.“ Insgesamt müsse der Hund viel beschäftigt werden. Ein Vorteil: Sunny jaule und kläffe nicht, selbstverständlich sei er auch stubenrein.

Besucher nimmt Sunny nur kurz zur Kenntnis und geht dann sofort zu seiner Lieblingsbeschäftigung über. Das Herumschleppen größerer Äste, die man in entsprechender Menge bereit halten sollte. „Auf jeden Fall sollten seine neue Besitzer über Erfahrung mit Hunden verfügen“, rät Maren Jahn. Im neuen Haushalt sollten zudem keine Katzen und möglichst auch keine kleinen Kinder leben. An mögliche neue Besitzer werde Sunny geimpft und gechipt übergeben. Nächste Woche soll der Rüde zudem noch kastriert werden.

Damit Sunny wirklich in gute Hände kommt, will das Ordnungsamt in seinem Fall eine Schutzgebühr von 300 Euro erheben. Thorsten Franck betont, dass Staffordshire-Terrier nach der aktuellen Rasseliste nicht als gefährlich eingestuft würden. Entsprechend falle auch nicht die in vielen Gemeinden extrem hohe Sondersteuer, sondern lediglich der ganz normale Hundesteuersatz an. Auch sei ihm kein einziger Beißvorfall bekannt geworden. Der bisherige Eigentümer, so Franck weiter, habe auf seine Ansprüche verzichtet, sodass auch bei den Eigentumsverhältnissen Klarheit herrsche.


> Wer sich für den Hund interessiert, kann sich beim Amt Wilstermarsch, Telefon 04823/9482-0, melden.

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erstellt am 20.Mai.2016 | 12:18 Uhr

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