zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 19:46 Uhr

Herr über tausende von Ersatzteilen geht in den Ruhestand

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Rund 600  000 verschiedene Ersatzteile hält der Volkswagenkonzern für seine Fahrzeuge bereit. Einen großen Teil davon dürfte Günter Mohr im Laufe seines Arbeitslebens schon mal in der Hand gehabt haben. Der 63-Jährige ist Leiter des Teiledienstes im Autohaus Stoldt in Wilster. Jedenfalls bis gestern. Ab heute genießt der Vaaler seinen Ruhestand.

Günter Mohr hatte am 1. August 1968 das Kfz-Handwerk bei Stoldt gelernt, damals noch in der Mühlenstraße. Nach der dreieinhalbjährigen Ausbildung leistete er seinen Wehrdienst beim Bundesgrenzschutz, ging dann zu Burmester nach Itzehoe. Nach der Schließung des dortigen Autohauses kehrte er 1998 zu Stoldt zurück. „Ein sehr zuverlässiger und beliebter Mitarbeiter“, lobt Geschäftsführer Peter Stoldt und überreicht zum Abschied einen Präsentkorb.

Während seiner fast 50 Berufsjahre hat sich Günter Mohr immer wieder neuen Herausforderungen stellen müssen. Hielten die Autohäuser einst große Bestände vor, kommt heute fast alles nur noch auf Bestellung – das allerdings über Nacht. Jede Nacht fährt bei Stoldt ein Fahrzeug aus dem VW-Zentrallager in Norderstedt vor, um bestellte Teile zu liefern. Bei Bedarf geht es noch schneller. Bis 10 Uhr bestellt, sind Ersatzteile noch am gleichen Tag bis 14.30 Uhr in Wilster. „99,6 Prozent aller Teile sind auch sofort verfügbar“, weiß Mohr. Bei älteren Fahrzeugen stehen bei VW Classic-Parts zur Verfügung. Da kann auch dem Besitzer eines alten Käfers noch geholfen werden. Und notfalls wird auch einfach mal ein Teil gegoogelt. „Die Vielfalt ist unheimlich groß geworden“, sagt Mohr bei einem Rundgang durch das eher überschaubare Teilelager bei Stoldt. Hier werden nur noch rund 2800 sehr gängige Ersatzteile im Bestand gehalten. „Heutzutage findet die Lagerhaltung auf der Straße statt.“ Seine Nachfolge wird nächste Woche der neu eingestellte Mario Tüchsen antreten, der von Mohrs langjährigem Kollegen Arno Claußen eingearbeitet wird. Derweil kann sich der dreifache Opa seinen Enkeln, der örtlichen Volkstanzgruppe und der Freiwilligen Feuerwehr widmen. In seiner Heimatgemeinde Vaale ist Günter Mohr stellvertretender Wehrführer. „Hier muss demnächst das Gerätehaus umgebaut werden.“

zur Startseite

von
erstellt am 30.Sep.2016 | 12:49 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen