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Norddeutsche Rundschau

10. Dezember 2016 | 23:30 Uhr

Helfer klagen über Flüchtlings-Odyssee

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zur Registrierung geht es über Neumünster nach Mecklenburg-Vorpommern

In St. Margarethen sind gegenwärtig 71 Flüchtlinge untergebracht. „Wir haben viele ehrenamtliche Helfer, denen es zu verdanken ist, dass wir von einer guten Situation sprechen können“, zog Bürgermeister Volker Bolten vor dem Gemeinderat Bilanz. Für den 15. Juli kündigte er ein Grillfest für die ausländischen Neubürger und die Helfer an.

Sein Stellvertreter Karl-Heinz Schwarz konnte aber auch auf einen „besonderen Irrsinn“ hinweisen. So seien in den letzten Wochen fünf Familien zur Registrierung ganz nach Mecklenburg-Vorpommern gekarrt worden, obwohl auch in Glückstadt eine Registrierung möglich gewesen wäre. „Sie haben sich dann um 7 Uhr in Neumünster zwecks Registrierung einzufinden“ – so oder ähnlich lauteten die Schreiben der Ausländerbehörde an die Flüchtlinge. Sie hatten dann mit kleinen Kindern morgens um 5 Uhr die Reise angetreten, wurden von ihren Betreuern nach Neumünster gebracht und dann in einen Bus für die Weiterreise nach Mecklenburg-Vorpommern verfrachtet. Nachmittags gegen 15 Uhr – nach acht bis zehn Stunden – kehrten sie zurück, um von ihren Betreuern wieder nach St. Margarethen gebracht zu werden. „Jetzt haben wir noch zwei oder drei Familien, die noch nicht registriert wurden“, befürchtete Schwarz eine Wiederholung dieser Odyssee.



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erstellt am 03.Jul.2016 | 11:15 Uhr

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