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Norddeutsche Rundschau

29. September 2016 | 13:52 Uhr

Itzehoe : Hand in Hand gegen Gewalt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit einer neuen Aktion wollen Frauen verstärkt Wünsche für ein friedliches Miteinander in den Vordergrund stellen.

Zeichen setzen gegen Gewalt an Frauen – dafür setzen sich Gleichstellungsbeauftragte, Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen (AsF), Pro Familia, Netzwerk gegen häusliche Gewalt (Kik), Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf und Frauenhaus ein. Jahr für Jahr stellen sie im Kreis Steinburg Aktionen zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November auf die Beine. Diesmal wollen Tinka Frahm (Kreisgleichstellungsbeauftragte), Wiebke Tischler (Gleichstellungsbeauftragte Amt Kellinghusen), Karin Lewandowski (Frauenbeauftragte Itzehoe), Maren Schlotfeldt (Kirchenkreis), Gerlinde Böttcher-Naudiet (AsF), Andrea Bünz (Kik), Eva Schöne (Frauenhaus) und Nadja Borlinghaus (Pro Familia) in Kooperation mit Daniela Bergemann vom Holstein-Center Itzehoe schon im Vorfeld des Aktionstages die Thematik verstärkt ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken. „Wir wollen uns dem Thema einmal anders annähern“, erklärt Eva Schöne. Das Motto: „Hand in Hand für ein gewaltfreies Leben.“ Dazu haben die Frauen Plakate mit einer geöffneten Hand im Vordergrund entworfen – mit genügend Fläche, auf der jeder Bürger des Kreises schriftlich deutlich machen kann, was er oder sie sich wünschen würde.

Die Akteurinnen werden die Hände herumreichen – 500 an der Zahl –, in die politischen Gremien, in Institutionen und Firmen bringen, und auch unter den Menschen auf der Straße Wünsche sammeln. Es sei immer einfacher zu sagen, wogegen man ist, meint Tinka Frahm. Viel zu viele Menschen hätten fast schon vergessen, wofür sie eigentlich sind. „Es ist wichtig, auf die Stärken aufmerksam zu machen und sie ins Bewusstsein zu holen“, betont auch Wiebke Tischler.

Wer möchte, kann Hand-Plakate in Din-A4-Format auch bei Tinka FrahmWiebke Tischler oder Karin Lewandowski abholen und selbst gestalten, um ebenfalls deutlich zu machen, was man bereit ist, selbst für ein gewaltfreies Leben zu tun. Natürlich haben die Frauen schon selbst Wünsche formuliert. Gegenseitiger Respekt, Frieden und Freiheit sind einige der Schlagworte auf den Händen. Und im Pressegespräch wurde deutlich, wie viel mehr jede noch niederschreiben könnte – für ein gewaltfreies Miteinander.

Die gesamte Sammlung wird dann am 24. November an der Balustrade im Holstein-Center aufgehängt. „Wir sind gespannt, welche Wünsche dort stehen werden.“ Und: „Die Hände dürfen die gesamte Weihnachtszeit über im HC hängen“, fügt Tinka Frahm hinzu. Abgegeben werden sollten die Plakate entsprechend bis zum 24. November im Büro von Karin Lewandowski zu den Öffnungszeiten des Itzehoer Rathauses.

Wie gewohnt wird am 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen, die Flagge um 10 Uhr am historischen Rathaus in Itzehoe gehisst. Und die Frauen werden wie in jedem Jahr in der Stadt deutlich machen: „Gewalt kommt nicht in die Tüte“.

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erstellt am 22.Sep.2016 | 17:10 Uhr

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