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Norddeutsche Rundschau

21. Februar 2017 | 06:15 Uhr

Hochwasserschutz : Gute Noten für Elbdeiche der Marsch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Streckenabschnitte bei Frühjahrsschau unter die Lupe genommen – Keine nennenswerten Mängel festgestellt.

„Die Elbdeiche der Wilstermarsch sind in einem guten und wehrhaften Zustand.“ Diese Erkenntnis ist das Ergebnis der Frühjahrsdeichschau, zu der das Landesamt für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) mit Hauptsitz in Husum nach Brokdorf eingeladen hatte. In zwei Gruppen nahmen die LKN-Verantwortlichen gemeinsam mit den Deichgrafen und deren Stellvertretern den 17 Kilometer langen Elbdeich zwischen dem Störsperrwerk und dem Holstenreck beim Kernkraftwerk Brunsbüttel in Augenschein. Eine Gruppe kontrollierte zu Fuß den Abschnitt bis zum Störsperrwerk, die andere bis zum Holstenreck.

Siegfried Bornholdt als Baubetriebsleiter der LKN-Außenstelle Itzehoe begrüßte die Teilnehmer der Frühjahrsdeichschau. Zu ihnen gehörten unter anderem sein Kollege Ralf Pommerening als Abschnittsleiter Elbe, Oberdeichgraf Klaus-Peter Krey, Arne Blohm als Geschäftsführer des Deich- und Hauptsielverbandes (DHSV) Wilstermarsch sowie die stellvertretende Fachbereichsleiterin des LKN Husum, Stefanie Sandtmann. Für die Zusammenarbeit mit dem DHSV Wilstermarsch spielen die Deichgrafen in den vier Wehrabschnitten eine wichtige Rolle im Katastrophenfall. Das sind Hans-Heinrich Göttsche, Thomas Göttsche, Hauke Huusmann und Michael Looft mit ihren Stellvertretern Stefan Prüß, Marten Looft, Jochen Starck und Reimer Rave, stellvertretender Oberdeichgraf ist Horst-Peter Egge.

„Der Winter war gnädig mit uns“, zeigte sich Siegfried Bornholdt zufrieden mit dem Ausbleiben kräftiger Stürme. Dennoch habe es eine starke Treibselanlandung gegeben, die man aber schnell in den Griff bekommen habe. Der Landesbetrieb hat die Zuständigkeit der Außenstelle Itzehoe auf vier Baubetriebe verteilt. Sie sind für die Unterhaltung der Deiche und der konstruktiven Bauwerke wie Deichsiele und Sperrwerke zuständig. Der Baubetrieb 4 in Itzehoe betreut den Abschnitt von Wedel bis Friedrichskoog.

Gravierende Mängel hat es weder in der Wilster- noch in der Krempermarsch gegeben, wo die Deichschau unter Leitung des Oberdeichgrafen Hans-Hermann Magens am Vortage erfolgte. In beiden Bereichen wurden als „kleine Mängel“ mehrere Schafaustritte sowie ein anfänglicher Distelbefall festgestellt – Mängel, die mit geringem Aufwand kurzfristig beseitigt werden können. „Schafe sind unsere besten Deichschützer!“, hob Siegfried Bornholdt hervor. Sie stellen beim Grasen am Deich die Verdichtung der Grasnarbe sicher. Selbst bei den beanstandeten Schafaustritten, wie die „Trampelpfade“ der Tiere genannt werden, sei der Boden fester als auf den Grasflächen. Eine Gefahr gehe von ihnen nicht aus.

Zum Abschluss trafen sich die Deichschützer im Hotel-Restaurant Sell, um das Schauergebnis zu diskutieren und zu protokollieren. „Es ist alles in Ordnung“, war das übereinstimmende Votum der Teilnehmer.

 

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erstellt am 15.Apr.2016 | 17:13 Uhr

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