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Norddeutsche Rundschau

07. Dezember 2016 | 09:42 Uhr

Grundstein für neue Schule

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Rohbau am Bildungszentrum soll Ende des Jahres fertig sein / Einweihung ist Anfang 2018 vorgesehen

Es ist für die Schleusenstadt ein finanzieller Kraftakt ebenso wie eine Investition in die Zukunft als Bildungsstandort: der 14 Millionen Euro teure Neubau der Gemeinschaftsschule beim Bildungszentrum. Nach dem symbolischen ersten Spatenstich am 16.  Oktober vorigen Jahres erfolgte gestern die Grundsteinlegung. In 19 Monaten soll das zweieinhalbzügige Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft des Gymnasiums fertig sein. Architekt Nils Dethlefs vom Lübecker Büro Petersen Pörksen Partner versprach, die Zeitvorgabe einhalten zu wollen.

Einer, der auf den Einzug brennt, ist Hans-Peter Stein, Leiter der Gemeinschaftsschule. Er erinnerte daran, dass die als unselig empfundenen Klassencontainer auf dem Gelände der jetzigen Schule an der Bojestraße schon standen, als er vor sechs Jahren dort seinen Dienst antrat. Jetzt gebe es eine Perspektive für seine Schüler, betonte Stein: „Die Stadt gibt unendlich viel Geld aus. Wir müssen sorgsam damit umgehen“, legte er den zur Grundsteinlegung erschienen Schülern schon jetzt ans Herz. 400 Jungen und Mädchen haben die Schule in diesem Schuljahr besucht, 385 werden es nach den Ferien sein. Stein dankte allen, die den Neubau ermöglicht haben. Das war alles andere als ein Selbstgänger, erst ein Bürgerentscheid Anfang vorigen Jahres ebnete den Weg zur ersehnten neuen Gemeinschaftsschule. Dabei gilt als unstrittig, dass am jetzigen Standort zeitgemäßer Unterricht nicht mehr möglich ist.

Dies griff Bürgermeister Stefan Mohrdieck auf, der von einem denkwürdigen Tag sprach. „Wer ein Haus baut, denkt an die Zukunft“, erklärte der Verwaltungschef. Diese Zukunft seien die vielen Brunsbütteler Kinder, die nach der Fertigstellung die neue Gemeinschaftsschule besuchen werden. Die hohen Baukosten werden sich rentieren, so Mohrdieck: Über die gut ausgebildeten Schulabgänger, die dann in Brunsbüttel arbeiten und leben werden.

Er betonte, dass der Neubau nicht einfach nur den Zweck erfülle, Klassenräume zu bieten. Vielmehr unterstütze das Gebäude mit 6300 Quadratmetern Nutzfläche das pädagogische Konzept der Schule. Und: „Inklusion wird dort gelebte Wirklichkeit sein.“ Wie Hans-Peter Stein und die Leiterin des Förderzentrums, Susanne Peacock, freut sich auch Mohrdieck auf den Unterrichtsbeginn: „Dafür haben wir lange geplant.“

Und zuletzt auch mit den Folgen des vielen Regens gekämpft – die Arbeiten sind leicht im Verzug. Doch jetzt werde es rasch vorangehen, erklärte Nils Dethlefs. Das Gebäude mit einer Bruttofläche von 7300 Quadratmetern ruht auf 169 Pfählen, die letzten werden gerade im Bereich des zukünftigen Lehrerzimmers in den Boden gesetzt. Gegenüber im zukünftigen Klassenbereich wird bereits das Schütten der Sohlplatte vorbereitet. Am Ende, so Dethlefs, werden 30  000 Kubikmeter Raum umbaut, 5000 Tonnen Beton und 600 Tonnen Stahl verarbeitet sein. Reines Mauerwerk nimmt gerade mal 190 Quadratmeter Fläche ein, der überwiegende Teil der Schule besteht aus Beton. Für die Fassade werden Schalplatten aus Lärchenholz vorgehängt. Bis Jahresende soll der Rohbau fertig sein, dann beginnt im neuen Jahr der Innenausbau. Die gestern einzementierte Hülse des Grundsteins liegt übrigens im zukünftigen Kunstraum, unmittelbar neben dem Eingangsbereich, der sich zum Gymnasium hin öffnet. Zwischen beiden Schulen soll ein gemeinsamer Campus entstehen.

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erstellt am 21.Jul.2016 | 10:19 Uhr

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