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Norddeutsche Rundschau

25. September 2016 | 03:59 Uhr

Wirtschaftsförderung : Gründerzentrum noch nicht in Sicht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wirtschaftsförderer von Egeb und Aktiv-Region Steinburg greifen Glückstädter Unternehmen unter die Arme. Was fehlt ist ein Gründerzentrum.

Wer verbirgt sich eigentlich hinter der Egeb – und was leistet die Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel für Glückstadt? Antworten auf diese Fragen gab während der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau. Über die Arbeit der Aktiv-Region Steinburg informierte Christian Holst. Im Mittelpunkt stand bei beiden die Wirtschaftsförderung.

Hummel-Manzau ging vorab auf den etwas irreführenden Namen ein. Denn die Egeb ist längst schon nicht mehr nur für Brunsbüttel zuständig, sondern für die gesamten Kreise Dithmarschen und Steinburg. „Unser Gebiet reicht von Lunden bis runter nach Horst“, sagte die Geschäftsführerin. 34 Mitarbeiter habe die Egeb derzeit, und nicht nur das Projekt „Startbahn“ für Existenzgründer sei „eine Erfolgsgeschichte“. Weitere Themenfelder der Egeb sind unter anderem Weiterbildungsberatung, das Projekt „Frau und Beruf“, sowie die Fördermittelakquise.

Holst ging in seinem Vortrag explizit auf die europäischen Fördermittel ein. Um an das Geld aus dem aktuellen Topf zu kommen, seien die Anträge für Laien kaum noch zu durchschauen. „Aber dafür sind wir ja da“, sagte der Regionalmanager. Siegfried Hansen von den Piraten forderte von der Egeb mehr Lobbyarbeit hinsichtlich einer möglichen HVV-Zugehörigkeit Glückstadts ein. Einig war sich die Politikerrunde, dass auch ein Egeb-Büro in Glückstadt überdacht werden sollte. Fünf Büros gibt es derzeit insgesamt, eines in Itzehoe und vier im Kreis Dithmarschen.

Angesprochen auf ein Glückstädter Gründerzentrum sagte Hummel-Manzau: „Damit würden Sie bei mir offene Türen einrennen.“ Doch um ein solches Projekt umsetzen zu können, müsste Glückstadt bereit sein, eine Stange Geld zu investieren. Mit Blick auf die Ansiedlung weiterer Unternehmen forderte die Egeb-Geschäftsführerin einen „langen Atem“ ein. Generell gebe es sehr wenig größere Firmen, die einen neuen Standort suchten, und sehr viele Städte, die um diese Unternehmen werben würden.

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